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Joachim Brandmaier (63): „Ich blicke optimistisch auf das neue Börsenjahr – und freue mich schon jetzt auf unsere Deutschlandtour!“
Überraschungen sind garantiert ...
Liebe Newsletter-Leserinnen und Leser,
die wenigen Tage bis zum Jahresende nutze ich ja immer gerne, um das Jahr ein bisschen Revue passieren zu lassen: Was ist gut gelaufen? Was weniger gut? Wofür sollte man dankbar sein und worüber hat man sich vielleicht völlig umsonst aufgeregt? Die Börse darf bei der Rückschau selbstverständlich nicht fehlen – und da macht der Blick auf die vergangenen zwölf Monate ein ums andere Mal klar, wie wenig vorhersehbar die Marschrichtung der Märkte kurzfristig ist.
Den Trump‘schen Zollhammer im April hatte so massiv jedenfalls keiner auf der Rechnung – aber umgekehrt auch nicht, dass es anschließend dermaßen rasant wieder nach oben gehen würde. Es war sogar die schnellste Erholung aller Zeiten (nach einem mehr als 15-prozentigen Rückschlag), sagen die Statistiker. Wohl dem, der ruhig und investiert geblieben ist und nicht aus Angst vor einer Weltwirtschaftskrise noch schnell das Depot geräumt hat.
Ja, die Börse ist immer für Überraschungen gut – positiv wie negativ. Diese Unvorhersehbarkeit macht irgendwie auch ihren Reiz aus und ermöglicht uns erst deutlich höhere Renditen als auf dem Sparbuch. Unsicherheit lassen sich die Anleger eben „bezahlen“. Auch das neue Jahr wird garantiert wieder jede Menge Überraschungen für uns bereithalten: Erleben wir eine stärkere Korrektur bei den KI-Aktien? Werden die zurückgebliebenen Konsumwerte wiederentdeckt? Gibt es endlich Frieden in der Ukraine? Erwacht Deutschland aus seiner Wirtschaftslethargie? Ich bin gespannt – und bleibe bei all dem mit Herzen Optimist.
Denn was auch immer in einem einzelnen Jahr an der Börse passiert, vorhersehen können wir es ohnehin nicht. Was ich aber mit gutem Gewissen behaupten kann: Langfristig zahlen sich ein breit aufgestelltes Depot aus Qualitätsaktien und beharrliches Investiertbleiben aus! Ich halte es deshalb wie Perikles aus der griechischen Antike:
„Es ist nicht unsere Aufgabe, die Zukunft vorauszusagen, sondern auf sie gut vorbereitet zu sein.“
Ich denke mal, dass sind wir als Wachstums-Strategen und insbesondere die Leser des Stuttgarter Aktienbriefes allemal ... |