Kaufgelegenheit bei SAP

Aktie 30 Prozent unter Allzeithoch – was sind die Gründe?
„KI frisst Software“ lautet eine derzeit häufig kolportierte Drohkulisse an den Märkten. Die Idee dahinter: Da künstliche Intelligenz immer leistungsfähiger wird – auch wenn es um das Programmieren von Software geht –, mehren sich die Befürchtungen, dass kleine, neue Wettbewerber das Kerngeschäft von SAP angreifen könnten. Diese Sorgen lasten nicht nur auf der Aktie des Walldorfer Unternehmens, sondern sind auch bei vielen anderen Branchenvertretern allgegenwärtig. Bei SAP kam hinzu, dass das Management im Oktober die Wachstumsprognose für das Cloud-Geschäft minimal nach unten revidiert hat.
Wie hoch das Wachstum tatsächlich ausgefallen ist, erfahren wir nächsten Donnerstag, wenn der Konzern die Ergebnisse für 2025 vorlegt. Analysten gehen aktuell davon aus, dass SAP das beste Jahr in der Unternehmensgeschichte hingelegt und erstmals mehr als sieben Milliarden Euro verdient hat – knapp eine Milliarde mehr als im bisherigen Rekordjahr.
Was die KI-Sorgen angeht, halten wir die Befürchtungen in Bezug auf SAP für übertrieben. Aus unserer Sicht ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass die Kunden (darunter gut 90 Prozent der 500 weltgrößten Unternehmen) reihenweise ihre tief verwurzelten und seit Jahren bewährte Softwarelösung mal eben durch ein KI-programmiertes Ersatzprodukt austauschen. Wenn es um geschäftskritische Unternehmenssoftware geht, gibt unser Wachstumskonzern weiterhin den Ton an. Und wir gehen sogar klar davon aus, dass die Walldorfer mittel- und langfristig von KI profitieren werden. SAP hat längst entsprechende Werkzeuge für Firmen vorgestellt, die zum Beispiel rechtzeitig Engpässe voraussagen oder alternative Lieferanten vorschlagen. Wir wiederum schlagen vor, die jüngste Kursschwäche der Aktie zum Einstieg zu nutzen!
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