Fuchs mit starkem erstem Halbjahr

Umsatz und Gewinn wachsen zweistellig – Schaden an Fabrik in Saudi-Arabien.
Die schlechte Nachricht zuerst: Bei einem Angriff von Huthi-Rebellen auf einen Industriekomplex in Saudi-Arabien hat auch ein Gemeinschaftsunternehmen von Fuchs Schaden genommen. Mitarbeiter wurden zum Glück nicht verletzt, jedoch muss die Produktion an dem Standort ausgesetzt werden. Fuchs hält an dem Gemeinschaftsunternehmen allerdings lediglich ein Drittel der Anteile und will die Kunden nun mithilfe anderer Niederlassungen weiter versorgen. Die finanziellen Auswirkungen sollten sich also in Grenzen halten – zumal das gesamte Joint-Venture letztes Jahr nur 1,5 Prozent zum Gewinn beigetragen hat.
Mit dem Stichwort „Gewinn“ sind wir auch schon bei den guten Nachrichten: Der Mannheimer Schmierstoffspezialist hat in den ersten sechs Monaten des Jahres mit zweistelligen Zuwächsen aufwarten können: Der Umsatz kletterte um 11 Prozent auf gut zwei Milliarden Euro und der Gewinn sogar um 24 Prozent auf knapp 180 Millionen Euro. Fuchs hat dabei unter anderem von Lieferproblemen einiger Wettbewerber profitiert.
Das Umfeld bleibt laut Vorstandschef Stefan Fuchs zwar herausfordernd – vor allem im Hinblick auf den Nahostkonflikt, eingeschränkte Seewege und beschädigte Infrastruktur bei Zulieferern. Der Gründerenkel sieht das Unternehmen jedoch gut aufgestellt, um diese Situation zu meistern – was man im ersten Halbjahr eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Die Gewinnprognose für das Gesamtjahr hob das Traditionsunternehmen nun sogar leicht an. Zwar lässt die jüngste Entwicklung der Aktie nach wie vor keine Jubelrufe zu, aber immerhin hat sie sich dieses Jahr nach einem schwachen Start inzwischen fast zehn Prozent in den grünen Bereich gearbeitet. Wir trauen ihr langfristig auf jeden Fall noch eine Menge zu.
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