Wells Fargo profitiert von höheren Zinsen

Westküstenbank wächst in allen Sparten.
Firmen, die stark auf Fremdkapital angewiesen sind, jammern dieser Tage über die gestiegenen Zinsen. Banken wiederum gehören in aller Regel zu den Profiteuren dieser Entwicklung – solange die Zahl der faulen Kredite im Rahmen bleibt. Auf Wells Fargo trifft aktuell beides zu.
Die in San Francisco beheimatete Großbank hat diese Woche ihre starke Verfassung mit Zahlen untermauert: Im jüngsten Quartal stieg der Gewinn um sechs Prozent auf sechs Milliarden US-Dollar. Haupttreiber war der Nettozinsertrag, also die Differenz zwischen den Zinseinnahmen aus Krediten und den Zinsausgaben für Kundeneinlagen. Zugleich halten sich die Kreditausfälle in Grenzen. Obwohl Finanzierungen tendenziell teurer werden, ging die Zahl der notleidenden Kredite zurück – unter anderem weil es weniger Ausfälle bei gewerblichen Immobilien gab. Als Risikovorsorge hat Wells Fargo dennoch gut eine Milliarde Dollar beiseitegelegt.
Unter dem Strich ist die Traditionsbank in allen vier Geschäftsfeldern gewachsen –sowohl bei Privat- und Firmenkunden als auch im Investment Banking und in der Vermögensverwaltung. Die Aktie bleibt ein solides Dauerinvestment.
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