Visa-Aktie auf Rekordjagd

Kredikartenriese bekommt grünes Licht in China.
Die US-Quartalszahlensaison kommt immer mehr in Schwung. Nächste Woche ist auch Visa an der Reihe. Einmal mehr dürfte der New Yorker Finanzdienstleister deutlich zweistellige Wachstumsraten vorlegen: Analysten an der Wall Street rechnen mit 13 Prozent mehr Umsatz und satten 26 Prozent mehr Gewinn – in beiden Disziplinen wären das neue Bestmarken.
Auf Rekordjagd befindet sich derweil auch die Visa-Aktie. Nachdem sie 2026 zunächst eher schwach gestartet war, zieht sie seit März steil nach oben. Auf Jahressicht notiert sie nun etwa 15 Prozent im Plus – neues Allzeithoch inklusive.
Gute Nachrichten erreichten das Management zuletzt aus China. Von der Zentralbank der Milliardennation hat das Unternehmen die Erlaubnis für den Aufbau eines inländischen Zahlungsabwicklungsgeschäfts (Clearing) erhalten. Bisher durfte Visa im Reich der Mitte lediglich Zahlungen in Fremdwährungen (zum Beispiel von Touristen) oder grenzüberschreitende Transaktionen vornehmen. Visa hat nun ein Jahr Zeit, die technische Infrastruktur aufzubauen und regulatorische Auflagen zu erfüllen, um inländische Zahlungen in Renminbi abzuwickeln.
Unser Wachstumskonzern bekommt damit womöglich Zugang zum zweitgrößten Zahlungsmarkt der Welt mit potenziell enormen Transaktionsvolumen. Zwar wird das Land von chinesischen Anbietern dominiert, aber schon ein kleiner Marktanteil bedeutet hier ordentliches Umsatzpotenzial. Die Visa-Aktie bleibt in unseren Augen so oder so ein Topinvestment im Finanzbereich.
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