Procter & Gamble wächst doppelt so schnell wie erwartet

Markengigant erhöht die Preise – die Kundschaft bleibt trotzdem treu.
Viele Konsumartikelhersteller tun sich im aktuellen Umfeld schwer. Weil hohe Benzinpreise und steigende Zinsen die Haushaltskassen vielerorts strapazieren, wird mitunter selbst bei den alltäglichen Ausgaben gespart. Procter & Gamble schlägt sich dennoch weiter hervorragend.
Im ersten Quartal des im Juli angelaufenen Geschäftsjahrs hat der Hersteller von Windeln, Rasierern, Zahnbürsten und Waschmittel den Umsatz allen Widrigkeiten zum Trotz um vier Prozent gesteigert. Damit gelang nicht nur das höchste operative Wachstum seit drei Jahren, die Verkäufe kletterten auch doppelt so schnell wie von den Experten erwartet. Den Gewinn hat Procter trotz massivem Gegenwind auf der Kostenseite auf Rekordniveau halten können.
Zur Verdeutlichung: Das Management rechnet für das laufende Geschäftsjahr aufgrund der stark gestiegenen Energie-, Rohstoff- und Transportpreise mit 1,4 Milliarden Dollar zusätzlichen Kosten – gegen die das Unternehmen allerdings vehement mit Effizienzsteigerungen angeht. Für das Gesamtjahr erwartet Procter & Gamble deshalb trotz allem ein bis fünf Prozent mehr Gewinn als im Vorjahr.
Starke Marken wie Pampers, Gillette, Ariel, Tide oder Oral-B helfen dem Traditionskonzern dabei, weiter zu wachsen. Das Management hat die Preise zuletzt zwar weiter leicht angehoben, die Konsumenten sind aber trotzdem nicht davongelaufen. Im Gegenteil: Das verkaufte Volumen ist im jüngsten Quartal unter dem Strich sogar um zwei Prozent gestiegen. Entsprechend gut schlägt sich auch die Aktie, die aktuell nur etwa zehn Prozent unter ihrem Allzeithoch notiert. Für Langfristanleger bleibt sie ein Basisinvestment!
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