Wann Soll man einsteigen?
Frage: Ich bin Börsenneuling und möchte mir gemäß Ihrer Wachstumsstrategie ein neues Depot aufbauen. Meine Frage: Da die Börsen schon sehr hoch stehen, bin ich etwas unsicher, ob ich mein Kapital wirklich auf einen Schlag komplett investieren soll oder ob es nicht besser ist, noch etwas abzuwarten?
Antwort: Die Angst davor „ganz oben“ zu kaufen ist nur allzu menschlich und nachvollziehbar – vor allem, wenn man sich das erste Mal an die Börse wagt. Dennoch geht es oft nicht anders, denn langfristig kennt die Börse vor allem eine Richtung: nach oben. Im Zweifelsfall lieber langsam mit Aktien loslegen als gar nicht. Bedeutet: Man muss nicht gleich alles auf einmal einsetzen, man kann auch in mehreren Tranchen einsteigen. Wer also zum Beispiel 50.000 Euro anlegen will, investiert fünfmal 10.000 Euro und lässt dazwischen ein paar Monate verstreichen. Und wer seinen Start noch länger strecken mag, kauft zehnmal für 5.000 Euro. Natürlich muss einem dabei klar sein: So ein Einstieg auf Raten zahlt sich gegenüber dem Sofortkauf nur aus, wenn die Börse in den nächsten Monaten auch tatsächlich fällt und man mit dem nächsten Teilkauf günstiger zum Zug kommt. Und auch nur dann, wenn man konsequent genug ist, bei fallenden Kursen (und entsprechend schlechten Nachrichten) auch wirklich zuzugreifen. Läuft die Börse hingegen weiter nach oben, muss man mit den nächsten Teilkäufen bei höheren Kursen zugreifen. Auch damit tun sich erfahrungsgemäß viele schwer. Der ein oder andere sagt sich dann vielleicht: „Ach, ich warte lieber noch ein bisschen …“ Wir kennen Börsianer, die warten seit Jahren auf den richtigen Einstiegszeitpunkt und ärgern sich jeden Tag mehr über das, was sie an Kursgewinnen und Dividenden verpasst haben. Deshalb: wenn ein „Einstieg auf Raten“, dann nur mit einem strikten Plan, der rigoros umgesetzt wird.
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