Unser Musterdepot 2026
Start frei für 2026 - unser neues Musterdepot zum "Nachbilden" tritt bereits in den ersten Wochen des neuen Jahres spürbar aufs Gas ...

Der Krieg in Nahost sorgt weiter für Turbulenzen beim Ölpreis und hält die Börsen rund um den Globus in Atem. Das ging auch an unserem Musterdepot nicht spurlos vorüber.
NextEra und Sysco bleiben an der Spitze unseres Musterdepots. Beide Werte konnten trotz der Börsenturbulenzen sogar noch leicht zulegen und notieren nicht weit entfernt von ihren Allzeithochs. Am Ende liegen mit Adobe und Bechtle nach wie vor unsere beiden Software-/IT-Titel. Die Stimmung für diesen Sektor ist immer noch gedrückt. Bei Bechtle hat sich vor allem der zurückhaltende Jahresausblick auf die Aktie niedergeschlagen, bei Adobe sind es KI-Sorgen. Wir sind aber der Meinung, dass der Markt in beiden Fällen übertreibt. Qualitativ gute Software beziehungsweise IT-Services werden auch weiterhin gefragt bleiben!
NextEra besorgt sich neues Kapital
Über den zunehmenden Energiehunger der wie Pilze aus dem Boden schießenden Rechenzentren haben wir ja schon öfters berichtet. Zur Befriedigung der Nachfrage hat NextEra angekündigt, bis zum Jahr 2035 die Stromerzeugungskapazität um bis zu 30 GW auszubauen. Der Großteil der neuen Kapazitäten soll dabei auf die Erneuerbaren und Gaskraftwerke entfallen. Dazu hat NextEra vor kurzem eine Kapitalerhöhung in Höhe von zwei Milliarden Dollar durchgeführt. Derweil sind die Chancen gut, dass der Versorger 2026 vor einem neuen Rekordjahr steht. Beim Umsatz wird mit einem Sprung um 15 Prozent gerechnet. Der Gewinn soll laut Branchenexperten sogar um 23 Prozent klettern.

Adobe überrascht
Die kalifornische Softwareschmiede Adobe hat indes kürzlich in zweifacher Hinsicht überrascht: Zum einen lagen die Zahlen für 2025 über den Erwartungen (Umsatz und Gewinn mit neuen Bestwerten), zum anderen gibt es einen Wechsel im Vorstand. Der seit 18 Jahren als Konzernchef amtierende Shantanu Narayen möchte kürzertreten und wird daher vom Vorstand in den Aufsichtsrat wechseln. Damit geht eine Ära zu Ende, denn unter Narayen baute Adobe seine Marktführerschaft bei Kreativsoftware massiv aus. Dieser Wechsel kam doch etwas überraschend, weshalb die Aktie zunächst auch weiter nachgegeben hat. Wir halten diese Reaktion jedoch für übertrieben – und wer weiß: Vielleicht ist ein jüngerer Konzernlenker angesichts der rasanten Entwicklungen bei KI sogar noch besser geeignet, das Unternehmen künftig zu führen …
Bechtle zeigt sich vorsichtig
Kurz vor Redaktionsschluss hat Bechtle seine Prognose für 2026 vorgelegt. Umsatz und Gewinn sollen dabei um bis zu fünf Prozent zulegen und damit weniger, als im Vorfeld erwartet worden war. Hauptgrund sind die aktuell schwierige Liefersituation bei den Herstellern von Speicherchips und die dadurch stark gestiegenen Preise für diese Bauteile. In unseren Augen sollte dieser Effekt aber vor allem temporärer Natur sein, weshalb wir den Kursrückgang für übertrieben halten.
Gesamtübersicht und Kurzbeschreibung aller 10 Titel unseres Musterdepots:

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