Zoetis: Im Schmerz liegt auch eine Chance

Kurs übertreibt nach unten.
Nein, die Situation bei Zoetis ist momentan nicht gerade rosig – sowohl was die jüngste Aktienkursentwicklung betrifft, als auch fundamental betrachtet. Der weltgrößte Tierarzneimittelhersteller leidet derzeit unter der schwächelnden Nachfrage im US-Geschäft mit Heimtieren und unter dem wachsenden Wettbewerbsdruck bei wichtigen Präparaten. Entsprechend trat der Umsatz im zweiten Quartal bei 2,5 Milliarden Dollar auf der Stelle, der Gewinn gab um vier Prozent auf 690 Millionen Dollar nach. Prognosen zufolge dürfte der Gewinn dieses Jahr etwa sieben Prozent niedriger ausfallen.
Gute Nachrichten sehen anders aus, aber wie die Börse darauf reagiert, halten wir für völlig übertrieben. Angenommen der erwartete Gewinnrückgang (bezogen auf den letztjährigen Gewinnrekord) tritt wie erwartet ein, dann wäre das immer noch das drittbeste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte. Blickt man jedoch auf die Aktie könnte man meinen, das Zoetis kurz vor dem Konkurs steht. Oder um es mit einem Zahlenbeispiel zu verdeutlichen: Der Aktienkurs notiert aktuell auf dem Niveau von 2018. Damals erzielte der Konzern 1,4 Milliarden Dollar Gewinn, dieses Jahr werden es voraussichtlich 2,5 Milliarden sein – also über eine Milliarde mehr. Und den Blick voraus gerichtet, kündigen sich wieder bessere Geschäfte an. Vor allem in der Diagnostiksparte läuft es gut und für eine positive Zukunft sprechen zwölf Präparate in der Entwicklungspipeline, die das Potenzial für dreistellige Millionenumsätze haben.
Auch wenn es aktuell für investierte Börsianer schmerzt: Wir empfehlen durchzuhalten oder den tiefen Kurs zum Aufstocken zu nutzen. Für Neueinsteiger bietet sich möglicherweise aktuell eine hochinteressante Chance.
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