Kerry setzt Erholung fort

Die Aktie hat noch viel Potenzial.
Von den 130 Euro, die eine Kerry-Aktie in der Spitze kostete, ist der Preis heute noch weit entfernt. Doch für die Aktionäre hat jetzt eine Zeit eingesetzt, in der es ihnen wieder deutlich besser geht. Seit seinem Tief im März hat der Kurs inzwischen gut 30 Prozent zugelegt, mit anderen Worten: Die Aufholjagd ist eingeläutet.
Und es spricht viel dafür, dass sie sich fortsetzen wird! Nach dem letztjährigen Gewinnrückgang wird Kerrys Überschuss laut Analystenprognosen 2026 um acht Prozent zulegen und kommendes Jahr sogar zweistellig. Damit winkt ein klarer Rekordgewinn. Auch die Dividende dürfte weiter steigen. Aktuell liegt die Rendite bei 1,7 Prozent, was nicht sonderlich viel erscheint, aber mit den Jahren sollte sich die Ausschüttung durchaus als schönes Zusatzbrot erweisen. In den letzten zehn Jahren hat sich die Dividende immerhin nahezu verdreifacht.
Sein Geld verdient das irische Unternehmen mit Nahrungsmittelzusätzen wie Aromen, Enzymen, Proteinen, Biokonservierungsmitteln oder Extrakten. Kerry bietet etwa Hefeenzyme, die Acrylamid reduzieren, oder eine Enzymlösung, die die benötigte Eieranzahl bei verschiedenen Backwaren verringert. Dadurch können Hersteller ohne Kostensteigerungen von Käfig- auf Freiland- oder Bio-Eier umsteigen. Insgesamt entwickelt das 1972 als North Kerry Milk Products gegründete Unternehmen mehr als 18.000 Produkte und produziert diese in 36 Ländern rund um den Globus. Beliefert werden damit vor allem Lebensmittel-, Getränke- und Pharmafirmen. Weltweit beschäftigt Kerry ein Team von über 1.100 Lebensmittelwissenschaftlern.
In jüngerer Zeit hat sich der Konzern verstärkt dem Thema nachhaltige Ernährung gewidmet und eine ehrgeizige Nachhaltigkeitsstrategie aufgestellt, die darauf abzielt, bis zum Jahr 2030 über zwei Milliarden Menschen mit nachhaltigen Ernährungslösungen zu erreichen. Aktuell sind es 1,4 Milliarden. Gleichzeitig plant das Management, Maßnahmen zu ergreifen, die der wachsenden Klimakrise begegnen, wie beispielsweise die Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen.
Unter dem Strich können wir damit festhalten: Unser Appetit auf die Aktie ist weiterhin groß!
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