McCormick profitiert von Übernahme

Quartalszahlen kommen an der Börse gut an – Unilever-Megadeal auf Kurs.
Die McCormick-Aktie zehrt seit geraumer Zeit am Nervenkostüm der Aktionäre. Diese Woche gab es endlich einmal gute Nachrichten: Der Gewürz- und Soßenriese aus Maryland hat im jüngsten Quartal besser abgeschnitten als von Experten erwartet. Beim Umsatz gelang unter dem Strich sogar ein 17-prozentiger Anstieg. Für den war zugegebenermaßen vor allem die vollständige Übernahme des Gemeinschaftsunternehmens „McCormick de Mexico“ verantwortlich, aber – und das zählte für die Börsianer – auch ohne diesen Deal, wäre der Umsatz um zwei Prozent geklettert. Vor allem dank Preiserhöhungen.
Viele Nahrungsmittelhersteller tun sich aktuell schwer damit, höhere Kosten für Transport und Produktion in Form von steigenden Preisen an die Kunden weiterzureichen. McCormick steuert deshalb auch mit Effizienzmaßnahmen gegen. Der bereinigte Gewinn kletterte so im letzten Quartal um sehenswerte 22 Prozent.
Die Prognose für das Gesamtjahr hat das Management ebenfalls bestätigt. Und auch beim geplanten Mega-Deal mit Unilever liegt man im Plan. Über 200 Mitarbeiter in 20 Teams arbeiten an den entsprechenden Vorbereitungen. Durch den Zusammenschluss mit der Nahrungsmittelsparte des niederländischen Markenartikelriesen dringt McCormick größentechnisch in neue Dimensionen vor: Der Jahresumsatz dürfte dadurch auf rund 20 Milliarden Dollar in die Höhe schießen. Zum Vergleich: Letztes Jahr kam McCormick auf 6,8 Milliarden Dollar Umsatz. Die Transaktion, von der sich McCormick jährliche Kosteneinsparungen von 600 Millionen Dollar verspricht, soll bis Mitte 2027 abgeschlossen werden. Wir halten Sie hier selbstverständlich auf dem Laufenden.
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