Bechtle in Deal-Laune

Schmiedet Allianz für IT-Sicherheit und kauft bei 3D-Druck zu.
Der Oktober ist erst ein paar Tage alt, aber Bechtle kann bereits zwei Mal Vollzug melden: Zum einen hat der Neckarsulmer IT-Dienstleister seine Marktposition mit einer Übernahme gestärkt. Gekauft wurde das 3D-Druck-Geschäft des Familienunternehmens Kaut-Bullinger. Damit schluckt Bechtle den größten Wettbewerber in diesem Bereich hierzulande und baut seine Position als weltweit führender 3D-Druck-Partner von HP aus. Unser Wachstumskonzern vertreibt die Drucksysteme des US-Unternehmens an Industriekunden, die sie dann etwa im Prototypenbau oder in der Serienfertigung einsetzen.
Deal Nummer 2 ging ebenfalls in Deutschland über die Bühne. Künftig kooperiert Bechtle mit dem börsennotierten IT-Sicherheitsspezialisten Secunet aus Essen. Die Cybersicherheitslösungen des Unternehmens sind vor allem bei Behörden stark verankert. Secunet ist der primäre IT-Sicherheitspartner der Bundesrepublik Deutschland und wird künftig seine Kompetenzen mit Bechtle bündeln – mit einem Schwerpunkt auf öffentliche Auftraggeber, kritische Infrastrukturen und Industrieunternehmen.
Die beiden Meldungen verdeutlichen, dass sich Bechtle weiter fit macht für die Zukunft. Für Aktionäre ist das vermutlich nur ein schwacher Trost, aber nach der enttäuschenden Entwicklung in der jüngeren Vergangenheit stehen die Zeichen unserer Ansicht nach auch hier wieder auf Besserung. Einen ersten Schub bekam die Aktie im August nach den Halbjahreszahlen. Hier hatte beschleunigtes Wachstum und eine angehobene Jahresprognose für positive Resonanz an der Börse gesorgt. Unserer Ansicht nach sind aber mittel- und erst recht langfristig noch weitaus höhere Notierungen wahrscheinlich.
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