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Panik ist kein Plan …

17.03.2026

Joachim Brandmaier, (ab heute 64), Herausgeber des legendären Stuttgarter Aktienbriefes, bleibt auch in der aktuellen weltpolitischen Lage an der Börse sehr gelassen. (… im Bild weiter unten – Labrador Rüde Henry, 8)

Panik ist kein Plan …

Liebe Newsletter-Leserinnen und -Leser,

wenn man in diesen Wochen die Nachrichten liest oder anschaut, dann hat man schnell das Gefühl: Es steht mal wieder alles auf der Kippe. Der Konflikt rund um den Iran ist eskaliert, Raketen fliegen und jetzt werden sogar Öltanker angegriffen – und in praktisch jeder Nachrichtensendung taucht ein Begriff auf, von dem wahrscheinlich bisher vor allem Geographie-Experten wussten, dass dieser Ort überhaupt existiert: die Straße von Hormus.

Sie wissen das vermutlich: Das ist diese schmale Meerenge zwischen Iran und dem Oman. Das klingt erstmal unspektakulär, ist aber eine der wichtigsten Schlagadern der Weltwirtschaft. Weil da eben rund ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls normalerweise durch transportiert wird. Und die Relevanz kennen natürlich auch die Iraner, die die Meerenge jetzt faktisch gesperrt haben. Außer natürlich für russische, chinesische und eben iranische Schiffe. Das heißt, der Westen ist quasi von den Öllieferungen aus den Golfstaaten mehr oder weniger abgeschnitten. Manche Schiffe versuchen trotzdem durchzufahren, halt mit abgeschaltetem Radar, aber das Risiko ist natürlich enorm groß. Fakt ist jedenfalls: Wenn in der Straße von Hormus Spannungen entstehen, reagieren die Märkte sofort.

Und genau das sehen wir gerade. Der Ölpreis ist deutlich gestiegen, zeitweise über 100 Dollar pro Barrel. Und wenn Öl teurer wird, dann merkt man das ziemlich schnell auch bei uns. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht – aber ich war diese Woche tanken. Ja, und da hat das Schwabenherz ganz schön geblutet. Diesel hat ja zuletzt die Zwei-Euro-Marke überschritten. Auch Benzin ist in etwa auf dem Niveau. Und keiner weiß, wie lange die Preissteigerungen noch weitergehen.

Was macht die Politik? Ja, wenns nach Wirtschaftsministerin Reiche geht, dann sollen Tankstellen künftig nur noch einmal am Tag die Preise erhöhen dürfen. Wobei mir das jetzt ehrlich gesagt nicht ganz einleuchtet, weil wenn ich eine Tankstelle betreiben würde und dürfte nur einmal am Tag den Preis ändern, dann leg ich doch direkt ne gewisse Sicherheitsmarge drauf – sprich, es wird eher noch teurer für uns Normal-Autofahrer. Aber gut, Aktionismus ist in der Politik ja immer gerne gesehen.

Für unseren Staat ist das Ganze übrigens durchaus lukrativ: Dadurch, dass der Bund immer 19 Prozent Mehrwertsteuer abbekommt, egal, ob der Sprit bei einem oder zwei Euro liegt, fließt quasi auch ein Fünftel der Preiserhöhung direkt in die Staatskasse. Das wurde jetzt mal ausgerechnet, bringt roundabout 10 Millionen Euro pro Tag – aber das nur am Rande …

Das Thema ist ja um einiges größer, die Spritpreise sind vielleicht nur der Anfang. Denn natürlich löst das sofort die nächste Debatte aus: Kommt jetzt auch die Inflation zurück? Werden die Preise wieder überall steigen?Und ja – kurzfristig kann das passieren. Energie ist eben einer der wichtigsten Kostenfaktoren in unserer Wirtschaft. Wenn Öl teurer wird, steigen Transportkosten, Produktionskosten, irgendwann auch die Verbraucherpreise. 

Aber – und das ist der Punkt, an dem ich persönlich immer ein bisschen ruhiger werde – wir reden hier über einen klassischen geopolitischen Schock. Und davon habe ich und die Weltwirtschaft in den letzten Jahrzehnten eine ganze Menge erlebt. Es gab ja auch schon mehrere Golfkriege. Eine Ölkrise mit autofreien Sonntagen – die Älteren werden sich noch erinnern. Terroranschläge. Ukrainekrieg. Pandemie. Handelskonflikte.

Jedes Mal ist es dasselbe Muster: Die Märkte erschrecken sich, die Börsen reagieren nervös. Und dann passiert etwas ganz Banales: Die Welt dreht sich doch weiter und man passt sich an. Im Fall vom Irankrieg heißt das: Andere Förderländer erhöhen ihre Produktion. Strategische Reserven werden wie bei uns in Deutschland jetzt freigegeben. Lieferketten werden umgeleitet. Und so weiter. Ganz nach dem Toyota-Motto von früher: Nichts ist unmöglich!

Ich seh das ehrlich gesagt relativ nüchtern. Konflikte sind tragisch, gar keine Frage. Vor allem natürlich für die Menschen vor Ort. Aber für die Weltwirtschaft sind das oft eher Störgeräusche als echte Systemkrisen. Und das bringt mich zum eigentlichen Punkt – vor allem für uns als Anleger. Wir beobachten gerade wieder diese typische Börsenreaktion: Unsicherheit, Nervosität, Schlagzeilen, Rücksetzer. Anleger verkaufen erstmal, weil niemand genau weiß, wie sich die Situation entwickelt. Beim Dow Jones sinds seit dem 50.000-Durchbruch mittlerweile rund 4.000 Punkte Minus.Aber an den Unternehmen und deren Produkten hat sich ja genau gar nichts geändert. Wenn man also einen Schritt zurücktritt, lässt sich das auf eine ganz einfache Frage runterbrechen: Glauben Sie wirklich, dass rund um den Globus auch nur eine einzige Coca-Cola-Dose weniger verkauft wird, weil im Iran gerade Krieg ist? Ich halte das für ziemlich unwahrscheinlich. Die Menschen auf der Welt stehen morgens auf, gehen zur Arbeit, kaufen ein, essen, trinken, leben ihr Leben. Sie gehen zu McDonald’s. Sie kaufen Nike-Schuhe. Sie trinken Coca-Cola. Sie bestellen bei Amazon.

Wer seit 2006 in MCDonald´s investiert ist (das sind viele unserer Leser, manch einer bereits noch viel länger!) und der Aktie auch die Treue gehalten hat, der hat aus anfänglich 10.000 Euro Einsatzkapital heute über 100.000 Euro, die jährlichen Dividenden noch gar nicht miteinberechnet. 

Die Weltwirtschaft besteht nicht nur aus geopolitischen Schlagzeilen. Sondern vielmehr aus Milliarden ganz normaler Alltagsentscheidungen. Und genau deshalb sind große globale Konzerne so robust. Ich glaub, das sollte man sich als Anleger gerade in so potenziellen Krisenzeiten immer wieder vergegenwärtigen: Genau deshalb beteiligen wir uns ja an den weltgrößten Unternehmen! So ein Unternehmen wie Coca-Cola verkauft seine Produkte in über 200 Ländern. Wenn irgendwo ein Markt schwächelt, schwächelt nicht der ganze Konzern. McDonald’s verdient sein Geld in Amerika, Europa, Asien, Australien – überall gleichzeitig.

Also wir halten fest: Diese globale Diversifikation ist ein riesiger Stabilitätsanker, wenns mal irgendwo lokal brennt. Natürlich kann ein Konflikt wie jetzt rund um den Iran kurzfristig für Stress sorgen. Ölpreise steigen, Transportkosten steigen, vielleicht sehen wir auch wieder ein paar Zehntel Prozentpunkte mehr Inflation. Aber wir halten es ehrlich gesagt für unsinnig, daraus gleich eine große Weltwirtschaftskrise abzuleiten.

Und an den Börsen sehen wir immer wieder denselben Mechanismus: Unsicherheit sorgt für Rücksetzer – aber wenn Sie uns schon ein wenig kennen, dann wissen Sie, wie wir das sehen: Genau diese Rücksetzer sind oft gute Chancen! Das heißt jetzt nicht, dass wir versuchen, jeden Tiefpunkt möglichst genau zu timen. Nicht versuchen, den perfekten Moment zu erwischen. Denn den gibts sowieso nicht. Aber neben dem schlichten Aussitzen gibt’s eben auch die Möglichkeit, diese Situation auszunutzen.

Und dafür erinner ich an meinen Lieblings-Satz, den ich immer wieder gebetsmühlenartig wiederhole: „Jeder Tag ist Kauftag!“

Natürlich heißt das nicht, blind alles zu kaufen. Aber es heißt: Gute Unternehmen verschwinden nicht, nur weil irgendwo ein Konflikt eskaliert. Die Welt hört nicht auf zu konsumieren. Sie hört nicht auf zu arbeiten.  Und sie hört ganz sicher nicht auf, Cola zu trinken oder Burger zu essen.

Genau deshalb gilt für langfristige Anleger oft ein einfacher Gedanke: Wenn die Märkte nervös werden, lohnt es sich besonders genau hinzuschauen. Die Welt ist manchmal chaotisch. Aber die guten Unternehmen, die sind selbst dann erstaunlich stabil. Und genau darauf setzt langfristiges Investieren. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen noch eine schöne Börsenwoche, bleiben Sie zuversichtlich und freuen Sie sich auf hoffentlich langfristig weiter steigende Aktienkurse! In diesem Sinne

Ihr

Joachim Brandmaier
aus dem Schwabenländle

Ihre Meinung? Schreiben Sie mir bitte – gerne auch Fragen, Anregungen oder auch Kritik … Mail an brandmaierj@boerse-aktuell.de

Leserbriefe:

Neuseeland-Urlaub Dank Wachstums-Strategie
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Stuttgarter Aktienbrief, hier in Queenstown in Neuseeland kann man auch dank Ihrer Strategie und auch den Aktien von Mc Donalds einen wunderschönen Urlaub verbringen. Viele Grüße Johann Fuchs aus Bayern

So billig wie heute wird es in 10 Jahren nicht mehr
Liebes Börsenteam, Joachim Brandmaier hat es im letzten Stuttgarter Aktienbrief wieder mal richtig auf den Punkt gebracht. Nicht zögern, sondern kaufen wenn Kapital vorhanden. Auf lange Sicht sind der Börse die beinahe täglichen Hiobsbotschaften ziemlich egal. Wie oft habe ich mich schon über breit fallende Kurse geärgert, doch mein Unmut galt weniger den fallenden Kursen an sich. Wie oft saß ich da und dachte mir: „Warum habe ich gerade jetzt kein Geld übrig, um die seltenen Rabatte nutzen zu können?“ Ich habe etwas daraus gelernt und mir deshalb eine kleine Reserve aufgebaut, um auch mal spontan bei Qualität zugreifen zu können. Mal sehen, wie das nächste Schnäppchen heißen wird. Eines steht bei Qualität fest: So billig wie heute wird es in 10 Jahren nicht mehr. Viele Grüße aus Nürnberg, Andreas J.

Ich bin Ihnen unendlich dankbar.
Ich sende Ihnen anbei ein Bild von meiner letzten Reise zu den Galapagos Inseln (Ecuador) zu.Tiere und Pflanzen haben sich hier mit der Zeit angepasst und weiterentwickelt. Genau so wie mein Depot, welches von Ihnen im Stuttgarter Aktienbrief bereits im Jahre 2011 analysiert wurde. Auch hier haben Anpassungen und Zeit eine entsprechend positive Entwicklung und Evolution gebracht. Diese wunderschöne Reise wäre ohne den Anweisungen und Tipps vom StuttgarterAktienBrief und dem gesamten Team gar nicht möglich gewesen. Ich bin Ihnen unendlich dankbar dafür. Mit freundlichem Gruß, Robert F. PS: Ich würde mich sehr auf ein Ersatzexemplar freuen, da dieses durch die Reise und Fotoversuche ziemlich in Mitleidenschaft geraten ist. Herzlichen Dank dafür. 

Schreiben Sie mir bitte – gerne auch Fragen, Anregungen oder auch Kritik … Mail an brandmaierj@boerse-aktuell.de

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