Fundamental- oder Chartanalyse?
Leserfrage: Fundamental- und Chartanalyse – worin liegt der Unterschied? Welche Methode sollte man für seine Aktienanlage nutzen?
Antwort: Die „Fundamentalisten“ stützen sich bei der Firmenbewertung auf Zahlen und Fakten. Sie werten beispielsweise die Unternehmensbilanzen aus, um festzustellen, wie eine Firma dasteht und schlussfolgern daraus, wie sich die Aktie künftig entwickeln könnte. Das Problem: Unvorhergesehene Ereignisse können selbst die beste Fundamentalanalyse über den Haufen werfen. Hingegen leiten die „Chartisten“ ihre Kauf- und Verkaufsentscheidungen vom kurzfristigen Kursverlauf einer Aktie ab. Ihre Logik: An der Börse gibt es wiederkehrende Verhaltensmuster, und die versuchen sie für sich auszunutzen.
Als Wachstumsstrategen nutzen wir im Prinzip beide Herangehensweisen, jedoch auf spezielle Art und Weise: Zum einen prüfen wir den Langfristchart; wenn der Kurs über die Jahre hinweg nach oben strebt, dann ist das ein Hinweis, dass das Unternehmen irgendetwas richtig macht. Anschließend schauen wir uns die fundamentale Entwicklung an. Die muss langfristig ebenfalls positiv sein, damit die Aktie in den Kreis unserer Kaufempfehlungen aufgenommen wird.
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