Was tun mit Octave?
Leserfrage: Mir wurden im Zuge der Hexagon-Abspaltung nun Octave-Aktien ins Depot gebucht. Ein Verkauf lohnt sich kaum, weil die Position sehr klein ist. Aber halten möchte ich die Anteile eigentlich auch nicht. Was tun?
Antwort: Vor dieser Frage stehen momentan viele Aktionäre, die Hexagon in ihrem Depot haben. Nach der Abspaltung der Industriesoftware-Tochter bekam man als Anteilseigner unlängst je zehn Hexagon-Aktien automatisch einen Anteil des nun eigenständigen Bereichs eingebucht. Octave stand im vergangenen Jahr gerade mal für knapp 1,4 Milliarden Euro Umsatz – was bereits aufzeigt, dass wir das selbstständige Unternehmen allein aufgrund der Größe nicht zwingend zum Kauf empfehlen. Zudem bestehen häufig gute Gründe, dass große Konzerne einzelne Sparten abtrennen; etwa, dass sie in ihnen nicht (mehr) die allergrößten Wachstumschancen sehen.
Darum würden wir uns ebenfalls zeitnah von den Octave-Anteilen trennen. Das Umtauschangebot in Stammaktien der Firma, welches manche Leser zusätzlich in ihrem Postfach gefunden haben, kann insofern getrost ignoriert werden. Mit den Verkaufserlösen könnte man stattdessen die Hexagon-Position im Depot aufstocken. Das mag steuerlich oder die Gebühren betreffend kurzfristig schmerzen, auf lange Sicht verbleibt das Geld allerdings im Unternehmen, bei dem wir weiterhin erstklassige Wachstumschancen erkennen. Hexagon konzentriert sich künftig auf Präzisionsmessung, Positionierung und Industrieautomatisierung – hier tüftelt man unter anderem an humanoiden Robotern. Nach der erfolgreichen Abspaltung ist es jetzt höchste Zeit, dass die Aktie wieder den Vorwärtsgang einlegt!
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