Brandmaiers Kommentar
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Joachim Brandmaier (58):
"Wir haben unser Redaktionstelefon
inzwischen in Telefonseelsorge umgetauft
und ich wünsche mir nur eines -
Schmerz lass nach ..."

 

Schmerz, lass nach ...

 

Liebe Stuttgarter Aktienbrief-Leser,

als langjähriger Börsenpraktiker, der schon viele Crashs und Krisen mitgemacht hat, kann ich Ihnen versichern:

Die Welt geht nicht unter!
Inmitten der Coronavirus-Panik ist es für viele schwer, einen klaren Kopf zu behalten. Die Aktienkurse sind in der Coronakrise dramatisch abgetaucht. Schauen Sie mal auf die Tabelle rechts. (Aktualisierte Liste hier...) Anfang Februar musste man für einen Anteil von BASF stolze 64 Euro bezahlen, bereits vier Wochen später kostete dasselbe Papier fast nur noch die Hälfte, also schlappe 38 Euro. Die Royal Dutch kostete vor der LeserKrise 24 Euro, heute weniger als die Hälfte. An den Aktienmärkten sind die Kurse extrem eingebrochen undauf dem Papier scheinbar Billionenvermögen ausradiert worden. Von außen betrachtet sieht es fast so aus, als würden sämtliche Anleger das Ende der Welt fürchten und ihre Aktien am liebsten zum Schleuderpreis abstoßen. Das ist aber so nicht ganz richtig.

Die meisten Anleger halten an ihren Aktien fest!
Es taucht an solchen Horror-Börsenzeiten in keiner der Pressemeldungen auf, dass nur eine sehr geringe Stückzahl von Papieren in Panik verkauft werden - im Verhältnis zur gesamten Marktkapitalisierung aller Aktien weltweit. Nur diejenigen, die in Krisenzeiten ihre Aktien in Panik verkaufen sind es, die letztendlich den Kurs nach unten prügeln. Diese Verkäufer haben dann diese herben Verluste tatsächlich auch in der Tasche - das Geld ist unwiederbringlich verloren. Die anderen, die breite Masse der Anleger, die wacker an den Aktien festhält, verkauft ja nicht und hat somit eben „nur“ einen rechnerischen Verlust, den sogenannten Buchverlust! Das ist ein großer Unterschied.

Ausverkauf? Nein, es bleiben am Abend keine Aktien übrig.
Ebenso berichtet die Wirtschaftspresse in panischen Zeiten meist über massenhafte Verkäufe an den Börsen. Was aber so nicht ganz stimmt. Denn jede Aktie, die an der Börse verkauft wird, kann nur dann verkauft werden, wenn ein anderer Börsianer diese dem Verkäufer auch abkauft! Sonst würde es an der Börse erst gar nicht zu einem Handel kommen! Es bleiben am Abend keine Aktien übrig! Letztendlich wechseln mit jedem schwachen Börsentag die Aktien von den zittrigen in die festen Hände.

Panik war noch nie ein guter Ratgeber an der Börse!
Das Zukunftsvertrauen und das Durchhaltevermögen derjenigen, die an solchen Tagen ihren Aktien weiter treu bleiben, taucht leider in keiner einzigen Schlagzeile auf. Dort zählt nur eines: der gefallene Tageskurs, den im Grunde mathematisch immer nur eine kleinere Gruppe von Anlegern an düsteren Börsentagen unter sich aushandeln. LeserEs gibt natürlich keine Garantie dafür, dass die Kurse schon bald wieder nach oben drehen ...
Wie Sie am langfristigen Kursverlauf erkennen, auch nach der letzten großen Finanzkrise 2009 hat es über 4 Jahre gedauert, bis die Aktien wieder alles aufgeholt und danach auch wieder neue Höchstkurse erklommen hatten. In allen Krisen gilt für mich nach wie vor langfristig gesehen: „Jeder Tag ist Kauftag“! Wir kaufen ja bekanntlich zu jeder Zeit unsere Qualitätswerte - zu tiefen Kursen sollte man erst recht kaufen! Aber im Panikmodus fällt dies dann vielen Börsianern leider sehr schwer weil es an der Börse eben keine „Wohlfühlkorrekturen“ gibt.

Aber ich bin mir absolut sicher - früher oder später wird man sich auch diesmal wieder dazu beglückwünschen können, wenn man in Zeiten von Kürsrückgängen in so einem historischem Ausmaß seinen Aktien treu geblieben ist – oder sogar beherzt nachgekauft hat.Leser

Auf vielfachen Wunsch unserer Leser: Die Aufholpotenzial-Berechnungstabelle
Extra für den Krisenmodus haben wir für unsere Leser die Aufholpotenzial-Berechnungstabelle erstellt. Ein sehr wichtiges Instrument, um in Zeiten erheblicher Kursschwankungen den Durchblick bei allen unserer 84 empfhohlenen Wachstumstitel zu behalten. Welche Titel sind am stärksten gefallen? Welche sind sehr stabil und haben nur sehr wenig im Kurs nachgegeben? Es gibt in der Liste sogar Titel, die von der Coronakrise profitieren im Kurs gestiegen sind. Wie hoch wäre das mögliche Aufholpotenzial jedes einzelnen Titels vom aktuellen Kurs zum Kurs vor dem Ausbruch der Krise? In der Online-Version dieser (Excel-)Tabelle haben Sie auch die Möglichkeit, selbst tagesaktuelle Kurse einzugeben. Sie können diese Tabelle hier herunterladen.

Und vergessen Sie bitte nicht die Börsenregel von Altmeister André Kostolany:
„Aktiengewinne sind Schmerzensgeld – erst kommen die Schmerzen, dann das Geld.“

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund, Ihr

Nix

Joachim Brandmaier und das
gesamte Team des Stuttgarter Aktienbriefs „BörseAktuell“

Wie ist Ihre Meinung? Schreiben Sie mir hier persönlich...

Aktuelle Leserbriefe zum Corona-Crash:

Jede Krise ist eine Chance!
Hallo liebes BA-Team, in Wochen wie diesen zeigt sich, wie BA-gestählt man mittlerweile geworden ist (obwohl es nicht wirklich Spaß macht, den Buchwert des eigenen Depots täglich abstürzen zu sehen). Man nimmt es mit Interesse zur Kentniss, ist aber nicht wirklich beunruhigt. Warum ist das so - neben der Verinnerlichung der BA-Strategie als Grundvoraussetzung):

1. Selbst wenn 1% der Weltbevölkerung (75 Millionen Menschen) dahingerafft würden (was sicher kaum der Fall sein dürfte), so würde das das weltweite Bevölkerungswachstum nicht einmal 1 Jahr aufhalten. Lang- und selbst mittelfristig hat sich also eigentlich nichts geändert.

2. Jede Krise ist eine Chance. Je größer die "Katastrophe", desto optimistischer waren anschließend die Überlebenden, die sich ihrer Sterblichkeit bewusst geworden sind und was taten? Genau, das Leben genießen und konsumieren, was "unseren" Unternehmen letztlich einen unerwarteten Schub verleihen wird. Es ist also durchaus möglich und wahrscheinlich, dass diese Krise letztlich zu einem Aufschwung werden kann (auch wenn man sich das angesichts der Nachrichtenlage momentan nicht vorzustellen vermag). Daher bleibt mein Ausblick weiterhin optimistisch, die diesjährigen zu erwartenden Dividenden habe ich in diesen Tagen bereits investiert. Beste Grüße aus Weimar, Klaus W.

Bin stolz bei Ihnen mit von der Partie zu sein!
Hallo nach Stuttgart, ich bin ja schon lange bei Euch mit dabei - allerdings mit Unterbrechung, weil ich oft gedacht habe, "jetzt weiss ich schon alles". Ich arbeite selbst in der Altersvorsorge. Ihre neue Aufholpotential-Berechnungstabelle ist genau der Grund warum ich den "Club" der Stuttgarter Langfristanleger nie mehr verlassen werde! Immer was Neues zum  richtigen Zeitpunkt. Bin stolz bei Ihnen mit von der Partie zu sein. Vielen Dank, schöne Grüße, Walter B aus Balingen

Vielen Dank für die "Supertabelle mit Aufholpotenzial"
Liebes Börse Aktuell Team, vielen Dank für die "Supertabelle mit Aufholpotenzial". Können ich und meine Bekannten gut gebrauchen. Anhäuser Busch habe ich heute nachgekauft. Und den Umsatz von AB habe ich durch den Kauf des aktuellen "Impfstoffs" Corona Extra auch schon gesteigert. Prost und eine hoffentlich noch schöne Woche, Stephan L. aus Langenfeld

 

 

 

Stand: 19.03.2020

 

 

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Nix