Brandmaiers Kommentar
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Dow Jones 650.000?

 

Liebe Leserinnen und Leser,

20.000 Punkte – diese Zahl nannte ich einst als Kursziel für den Dow Jones. Bis er es im Jahr 2017 erreichte, dauerte es allerdings ein wenig länger als ursprünglich gedacht … Deshalb war ich auch geradezu vorsichtig, als ich nach dem Erreichen hier im Leitartikel ein neues Ziel in Aussicht stellte: 40.000 Punkte.

Und das „vorsichtig“ meine ich wirklich ernst. Denn es gibt Börsenprofis, die ganz andere Dow-Höhen ins Spiel bringen. Der amerikanische Fondsmanager und Milliardär Ron Baron beispielsweise, der 30 Milliarden Dollar verwaltet und dem ein Teil des Fußballclubs Manchester United gehört, prognostiziert für das Jahr 2069 einen Dow Jones von: 650.000 Punkten!

Nun wirkt diese Zahl irgendwie herbeigewürfelt, und viele wird es auch nicht mehr interessieren, wo der Dow in 50 Jahren steht. Aber klar ist ja, dass wir nicht 50 Jahre warten müssen, bis der Dow schlagartig einen riesigen Satz nach oben macht. Er wird auch vorher zulegen, zum Beispiel zur Zwischenstation 40.000 … Und außerdem ist Barons Ziel gar nicht abwegig hoch, sondern fast schon zu erwarten – und zwar mindestens! Wie das?

Ron Baron hat keinesfalls einen Superalgorithmus zusammenprogrammiert, der auf dieses Ergebnis kam. Er musste noch nicht einmal großartig seinen Taschenrechner zücken, sondern hat einfach 50 Jahre zurückgeblickt: Heute steht der Dow 25-mal so hoch wie 1969 (jährliche Rendite von gut 6,5 Prozent). Genauso hat sich die Wirtschaftsleistung der USA bis heute verfünfundzwanzigfacht. Also hat er auch für die Prognose des Jahres 2069 einfach den Dow von heute mit 25 multipliziert … Ergebnis: 650.000!

Kritiker werden jetzt einwenden, die Situation sei heute ganz anders als vor 50 Jahren, zum Beispiel viel unsicherer. Aber stimmt das? Auch von damals bis heute gab es doch Katastrophen, Krisen und Kriege, etwa den Vietnamkrieg, den Kalten Krieg oder Tschernobyl. 1969 konnte man sich die Welt von 2019 genauso wenig vorstellen, wie wir uns heute die Welt von 2069 vorstellen können. Auch das Argument der Pessimisten, sämtliche Wachstumsmöglichkeiten seien mittlerweile längst abgegrast, zieht nicht. Schließlich ist unser Wissen nie zuvor in der Menschheitsgeschichte so schnell gewachsen wie heute – ganz abgesehen davon, dass allein das Bevölkerungswachstum das Potenzial vergrößert. Warum also sollte nicht auch die Wirtschaft weiterwachsen? Und ganz ehrlich: Selbst wenn der Dow Jones in 50 Jahren nicht bei 650.000, sondern „nur“ bei 300.000 steht, dürften wir – oder unsere Kinder und Enkel – ganz zufrieden sein.

In diesem Sinne
Ihr

Joachim

 

 

Ihr Joachim Brandmaier

 

 

 

 

Joachim Brandmaier (57): „Die nächste Börsenkorrektur kommt garantiert!“

Stand: 21.11.2019

 

 

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