Brandmaiers Kommentar
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Aktie oder Immobilie?
 

Liebe Leserinnen und Leser,

auf einem Grillfest konfrontierte mich neulich ein Bekannter mit der Frage: „Aktie oder Immobilie?“ Er hielt Immobilien eindeutig für die bessere Anlageform. Zum einen, weil Aktien einfach stärker schwanken, und zum anderen, weil Immobilien ein viel besserer Krisenschutz sind.

Grundsätzlich bin auch ich ein großer Freund der Immobilienanlage, als Sachwert ist sie mir allemal lieber als jedes Sparbuch oder Termingeld. Außerdem bietet sie wie die Aktie doppelte Gewinnmöglichkeiten: zum einen die Chance auf einen langfristigen Wertzuwachs, zum anderen auf einen regelmäßigen Ertrag. Beim einen ist es eben die Dividende, beim anderen die Miete.

Aber Fakt ist, dass Immobilien auch im Wert schwanken, so wie Aktien. Der einzige Unterschied: Bei Aktien kann man es dank sekündlicher Börsenkurse sehen, bei der Immobilie eben nicht – weil man ja beispielsweise seine vermietete Wohnung nicht ständig neu bewerten lässt. Ist auch gut so, sonst würde man womöglich aus Angst seine Immobilie Hals über Kopf verkaufen, nur, weil diese mal eben ein paar Prozent nachgegeben hat.

Apropos „verkaufen“: Unabhängig davon, dass man gute Aktien sowieso nicht hergibt – im Notfall könnte man sie trotzdem schnell zu Geld machen. Und das ganz ohne Notar, ohne großen Aufwand und sogar in kleinen Portionen. Bei einem Haus wird es da schwierig. Hier heißt es: alles oder nichts! Ich meinte zu meinem Bekannten, er solle mal versuchen, nur den Balkon oder den Schornstein zu verkaufen. Schwierig!

Um uns herum spitzten immer mehr Grillgäste die Ohren, als ich beim Thema „Krisensicherheit“ zu Hochtouren auflief: Bietet die Immobilie tatsächlich mehr Schutz als die Aktie? Was die langfristige Wertentwicklung betrifft, ist in erster Linie der Standort eines Hauses entscheidend: Wie wird es in dessen Stadtteil in 10, 20 oder 30 Jahren aussehen? Und dann ist da noch der regelmäßige Ertrag, also die Miete: Da kommt es – logisch – auf den Mieter an. Das Risiko hängt hier an wenigen oder sogar nur an einer Person. Verliert die ihre Arbeitskraft oder den Job, fällt möglicherweise auch die Mietüberweisung aus. Da verlasse ich mich doch lieber auf einen Weltkonzern: Es gibt Firmen, die zahlen seit über 100 Jahren regelmäßig Dividende – trotz aller Krisen und Kriege.

Und das Beste: Die allermeisten Wachstumsunternehmen erhöhen auch noch jedes Jahr ihre Dividende. Erhöhen Sie mal Ihrem Mieter jedes Jahr die Miete, der Aufschrei wäre enorm! Zu Recht!
Unsere Vier- und Fünf-Diamanten-Aktien zahlen ganz freiwillig mehr, ohne dass wir sie dazu auffordern müssen.

In diesem Sinne
Ihr

Joachim

 

 

 

 

Ihr Joachim Brandmaier

 

 

 

 

Joachim Brandmaier (57): „In Aktien kann man nicht wohnen, ansonsten haben sie aber viele Vorteile.“

Stand: 18.07.2019

 

 

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