Brandmaiers Kommentar
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Die ach so bösen Schwankungen
 

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie den Spruch „Früher war alles besser“? Er wird von Generation zu Generation weitergegeben – aber wenn er stimmen würde, hätten die Menschen vor 200 Jahren im Schlaraffenland leben müssen und uns ginge es heute ziemlich dreckig. Ist aber nicht so. Ähnlich falsch liegen die Menschen mit ihrer Einschätzung an der Börse. Als der Dow Jones im Oktober mal schnell 1.000 Punkte verlor, musste ich unseren Telefonservice blitzartig in Telefon-seelsorge umtaufen. „Heutzutage schwanken die Kurse viel verrückter als früher“, war da von dem ein oder anderen Anrufer zu hören.

Aber stimmt das wirklich? Manchmal hilft es, einfach in der Statistik nachzuschauen. Und dann stellt sich heraus: Ein braves Sparbuch war die Börse noch nie! Geschwankt hat sie schon immer. Und wie der Volatilitätsindex unten zeigt, kommt es seit Jahrzehnten auch immer wieder zu größeren Ausschlägen. Grundsätzlich stärker geworden sind die Schwankungen aber NICHT! Das Auf und Ab innerhalb eines Tages, also vom Eröffnungs- bis zum Schlusskurs, ist sogar gesunken!

In Wahrheit herrscht heute also zumindest bei weniger erfahrenen Anlegern eine regelrechte „Volaphobie“, sie können mit den Schwankungen einfach nicht (mehr?) umgehen. Vielleicht kommen ihnen die Schwankungen auch nur deshalb größer vor, weil die absoluten Zahlen größer geworden sind. Am 19. Oktober 1987 haben 500 Punkte gereicht, um als einer der berühmtesten Börsencrashs in die Geschichte einzugehen. Prozentual waren das damals über 22 Prozent an einem einzigen Tag! Wenn der Dow Jones heute um 500 Punkte fällt, sind das gerade mal 2 Prozent. Lassen wir uns also von optisch hohen Zahlen nicht schrecken.

Daueranlegern können zwischenzeitliche Ausreißer nach oben und unten ohnehin egal sein, selbst wenn die Tauchgänge mal etwas länger dauern. Wer mutig ist, kann Rückschläge sogar nutzen für günstige Zukäufe und damit seine Rendite aufpolieren. Und wer angesichts des täglichen Auf und Ab der Börse trotzdem schlecht schlafen kann, für den habe ich auch noch ein Patentrezept parat: einfach nicht so oft auf die Kurse schauen!

In diesem Sinne

Joachim

 

 

Ihr Joachim Brandmaier


 

 

 

Joachim Brandmaier (56):
„Keine Gewinne ohne Geschaukel. Wer ruhige See will, muss beim Sparbuch bleiben.“

Stand: 15.11.2018

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