Brandmaiers Kommentar
DAX-Parkettkamera  · Musterdepot  · Brandmaiers Kommentar · Newsletter · Gemeinschaftsdepot

 

Autoaktien und Elektroboom – Chance oder Risiko?
 

Liebe Leserinnen und Leser,

keine Branche hat im DAX so viel Gewicht wie die Autobauer. Daimler, BMW und Volkswagen sind drei Schwergewichte. Auch Porsche, Audi und viele Zulieferer sind an der Börse notiert. Entsprechend viele deutsche Börsianer haben eine Autoaktie im Depot – und die fühlen sich jetzt hin- und hergerissen: Was bedeutet der Boom der Elektroautos für die deutschen Hersteller? Könnte das die Aktien antreiben oder eher belasten?

Grundsätzlich bieten neue Trends immer Chancen und Risiken. Aber ich habe in meinen über 30 Jahren an der Börse gelernt, dass man sich von Trends nicht blindlings mitreißen lassen darf. Stattdessen überlege ich mir, ob sie an den grundsätzlichen Erfolgsaussichten einer Aktie und einer Branche etwas verändern. Also: Werden die Autobauer und somit ihre Aktien durch Elektroautos weniger konjunkturabhängig?

Ich kann es mir nicht vorstellen! Den Kauf eines Autos wird man in wirtschaftlich schlechten Zeiten auch künftig eher mal verschieben oder ganz abblasen. Das hat doch nichts mit dem Antrieb zu tun. Und wenn der Autokauf dann ansteht, wählen Sie statt eines Dieselautos vielleicht ein Elektroauto, aber Sie kaufen doch deswegen nicht mehr Autos – ganz nach dem Motto: „Ach, Elektroautos sind so toll, geben Sie mir doch am besten gleich zwei mit.“

Also, auch wenn Elektroautos den Durchbruch schaffen, bleibt die Konjunkturabhängigkeit der Autobranche bestehen. Oben drauf kommen aber zusätzliche Probleme: Jahrelang müssen Verbrenner und Stromer vermutlich parallel produziert werden, ohne dass sich der Gesamtabsatz erhöht. Darüber hinaus drohen neue Anbieter wie Tesla und eine Reihe von Chinesen, Marktanteile abzuknapsen. Und obendrein können auch noch Technologiekonzerne wie Google und Apple, die nebenbei an selbstfahrenden Autos forschen, in den Markt hineinfunken. Am Ende könnte es für alle Hersteller enger werden.

Die Autobranche steht also vielleicht vor dem größten Wandel ihrer Geschichte. Und der wird die bisherige Konjunkturabhängigkeit nicht verringern, sondern bringt viel eher zusätzliche Probleme unbekannter Größenordnung mit sich! Ganz ehrlich: Angesichts all dieser Unsicherheiten erscheinen mir Aktien wie Nestlé und Procter & Gamble doch als die weitaus angenehmere Wahl fürs Depot!

In diesem Sinne

Joachim

 

 

 

 

Ihr Joachim Brandmaier

  Joachim Brandmaier (55):
„Elektroautos mögen kommen, aber die Konjunktur-abhängigkeit der Hersteller bleibt!“

Stand: 14.09.2017

Noch nicht mit dabei? Testen Sie uns jetzt!
Machen Sie einmal zur Probe mit! Mit Ihrer Anmeldung zum Halbjahrestest erhalten Sie nicht nur ab sofort den Stuttgarter Aktienbrief, sondern auch mein Erfolgshandbuch "Alles über Aktien", unseren Strategie-Einsteiger, die aktuelle Dividendenmappe, einen großen Dow-Jones-Wandchart und ein Begrüßungsgeschenk Ihrer Wahl...

Mitmachen lohnt sich - hier geht es zum Halbjahrestest ....

Nix

 

Amerikanischer Leitindex Dow Jones: Endstation 20.000?Nix

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Sie wissen, dass ich kein Erbsenzähler bin. Deshalb kommt es mir gar nicht so sehr darauf an, ob der Dow Jones gerade über oder unter der 20.000-Punkte-Marke steht, wenn Sie diese Zeilen lesen. Wichtig ist, dass die Aktien wieder einmal gezeigt haben, dass sich ihr Kauf langfristig lohnt.

Als ich um den Jahrtausendwechsel herum meine Prognose „Dow 20.000“ aufgestellt habe, war das für viele Leser sicher eine gewagte These. Der Weg schien extrem weit und die Kurse hatten bereits ordentlich zugelegt. Für mich hingegen war es einfach nur Mathematik. Zugegeben: Ich hatte damals gedacht, der Index käme deutlich schneller bei 20.000 an. Aber man muss sich eines vor Augen führen: Der Dow hat das Ziel letztlich erreicht – trotz geplatzter Internetblase, trotz Terroranschlägen, trotz Euroschuldenkrise und trotz Immobilienkrise.

DowZwischenzeitlich sah es wirklich böse aus. Umso mehr freue ich mich jetzt über die vielen Zuschriften, in denen die Leser meine einstige Prognose aufgreifen. Der eine gratuliert mir, der andere mahnt die Verspätung an und wieder ein anderer fragt nach dem nächsten Ziel. Und damit sind wir beim Thema: Für den Dow Jones sind die 20.000 natürlich NICHT die Endstation! Dem Dow ist die Zahl 20.000 soegalwie nur irgendwas. Die Zahl ergibt sich einfach aus den Kursen der 30 enthaltenen Aktien – und wenn diese weitersteigen, steigt auch der Dow weiter. Aber wie weit?

Nehmen wir als Anhaltspunkt die durchschnittliche Entwicklung des amerikanischen Börsenleitbarometers für die letzten 30 Jahre. Im Schnitt hat der Dow Jones seit Anfang 1987 gut 8 Prozent pro Jahr zugelegt (zuzüglich Dividenden!). Geht das so weiter, notiert er in 30 Jahren bei?

Man kann es sich kaum vorstellen, weil das Gehirn einem bei der Vorstellung einen Streich spielt. Aber der Taschenrechner gibt eindeutig Auskunft: bei über 200.000 Punkten. Zweihunderttausend! Wegen meiner schwäbischen Vorsicht und in der Vorausahnung all der zukünftigen Stolpersteine will ich für die nächste Etappe aber nicht ganz so hoch greifen. Meine – bescheidene – Prognose lautet deshalb: Dow 40.000!

In diesem Sinne
Ihr

Joachim

 

 

 

 

 

Joachim Brandmaier

 

P.S.: Mitmachen lohnt sich:
Dow Jones 20.000 - Endstation? Oder gibt der Dow Jones jetzt erst so richtig Gas? Welche US-Aktien schon viel zu weit gestiegen sind und welche noch gehörig Nachholpotential haben, lesen Sie in den Ausgaben des Stuttgarter

Testen Sie uns jetzt!
Machen Sie einmal zur Probe mit!

Mitmachen lohnt sich - hier geht es zum Halbjahrestest ....


Leserzuschriften zum Dow Jones 20.000:

Dow Jones 20.000 Punkte
Sehr geehrter Herr Brandmaier, es ist tatsächlich eingetreten. Der Dow Jones hat Ihre kühne Vorhersage tatsächlich heute wahr werden lassen. Irgendwie musste ich lächeln, als ich heute sah, wo der Dow steht. Einmal, weil Ihre Prognose eingetroffen ist, auf der anderen Seite, weil ich mich mal wieder als "Experte" bewiesen habe. Schrieb ich doch im Dezember an Sie, dass ich glaube, es würde im Januar wieder deutlich nach unten gehen - und jetzt! Gut dass es Sie und Ihr Team gibt, mit Ihrem unerschütterlichen Optimismus. Nur das hat mich davon abgehalten, nach der Vereidigung von Donald Trumpp, mein gesamtes Depot aufzulösen. Und so freue ich mich auch heute wieder bei dem Blick in mein Depot. Es ist noch da und wächst. Auf zum Weg bis zu den 40 000 Punkten! Freundliche Grüße Thomas S. aus Rottenburg

hier weitere Zuschriften lesen ... oder Ihre mail an Joachim Brandmaier ...

Stand: 26.01.2016