Mögliche Sorgen bei Johnson & Johnson
Leserfrage: Warum muss Johnson & Johnson eine Milliardenstrafe zahlen? Könnte das den Aktienkurs nicht abstürzen lassen?
Antwort: Eher im Gegenteil, es könnte eine Befreiung sein! Allerdings ist es weder eine Strafe noch bereits gesichert. Seit mehr als 15 Jahren läuft ein Rechtsstreit gegen Johnson & Johnson wegen angeblich krebserregenden Babypuders. Der Konzern hat die Behauptung immer wieder bestritten, den Verkauf der Produkte aber dennoch vor Jahren eingestellt. Nun bietet der Pharmariese 5,5 Milliarden Dollar, um die Klagen außergerichtlich beizulegen. Da insgesamt bereits rund 11 Milliarden Dollar für die Klagen zurückgestellt wurden, sollte die Zahlung der 5,5 Milliarden am Markt eher positiv aufgenommen werden – vor allem aber, dass zumindest in den USA das Thema damit großteils beendet wäre. Ob die Kläger das Angebot annehmen, ist allerdings noch offen. Viele sind dafür, da Johnson & Johnson die überwiegende Zahl der Einzelverfahren bisher für sich entscheiden konnte. In jedem Fall sehen wir keinen Grund, sich als Aktionär von seinen Anteilen zu trennen.
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