Adobe startet KI-Testfeld in Saudi Arabien

Aktie legt kräftig zu.
Um über 40 Prozent hat die Adobe-Aktie seit ihrem Juni-Tief zugelegt. Das war auch dringend nötig und Balsam für die Seelen der geschundenen Adobe-Aktionäre, denn die Aktie hatte zuvor massiv an Wert verloren. Grund für die vorausgegangene Talfahrt war die Angst der Anleger, dass künstliche Intelligenz klassische Software vielleicht überflüssig macht. Doch eigentlich ist es eher umgekehrt: KI braucht die Software, die Daten und die Systeme dieser Unternehmen. Jetzt setzt sich immer mehr die Erkenntnis durch, dass KI nicht die Software frisst, sondern ihr zusätzlichen Schub verleiht. Ein gutes Beispiel dafür ist das jüngst vereinbarte KI-Testfeld in Saudi Arabien mit dem dortigen Ministerium für Kommunikation und Informationstechnologie: Insgesamt sollen vier Milliarden Dollar fließen, damit 27 Millionen Einwohner ab 13 Jahre ein Jahr lang kostenlosen Zugang zu Firefly Standard und Adobe Express Premium erhalten. Damit wird Saudi-Arabien quasi ein großer Test für Adobes „AI-first“-Kreativtools, was die weltweite Verbreitung der Programme beschleunigen könnte.
Adobe versucht mehr Nutzer über kostenlose Einstiegsangebote vor die Bezahlschranken zu ziehen. Das macht das Geschäftskonzept und die Erträge nicht unbedingt stabiler, doch Adobe nutzt dadurch Chancen, die sich künftig durch KI bieten. Übersetzt heißt das: Kurzfristig kann es noch wackelig bleiben, langfristig sehen wir in Adobe einen der möglichen großen KI-Profiteure.
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