Starbucks schmeckt wieder

Weltgrößte Cafékette erhöht Jahresprognose – Aktie legt seit Oktober fast 40 Prozent zu.
Starbucks-Chef Brian Niccols kommt mit seinem Plan, das Wachstum der Cafékette wieder anzufachen, immer besser voran: Im dritten Quartal (das Geschäftsjahr endet im September) hat das Unternehmen aus Seattle den Umsatz auf vergleichbarer Fläche um acht Prozent in die Höhe geschraubt und damit das vierte Quartal hintereinander gesteigert. Sprich: Die bestehenden Filialen locken mehr Leute an und diese geben dort auch mehr Geld aus. Was die Profitabilität angeht, überzeugte das Zahlenwerk ebenfalls: Starbucks hat die Gewinnmarge im eigentlichen Geschäft dank Effizienzverbesserungen deutlich gesteigert; beim Nettoergebnis verzeichnete man wegen mehrerer Sondereffekte sogar ein Plus von über 80 Prozent.
Mit ein Grund für den Gewinnsprung war die Rückerstattung von zu Unrecht erhobener Zölle. Zudem hatte Starbucks im April sein China-Geschäft in ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem chinesischen Partner überführt und dafür gut drei Milliarden Dollar kassiert. Gleichzeitig treibt das Management die internationale Expansion weiter voran. Im jüngsten Quartal wurden rund um den Globus 175 neue Kaffeetempel eröffnet, im Gesamtjahr sollen es mindestens 600 werden. In Nordamerika ist der Konzern indessen weiter fleißig am Modernisieren. Das Ziel von 1.000 renovierten Filialen wurde hier früher erreicht als geplant, weshalb es nun auf 1.500 angehoben wurde.
Angehoben hat Vorstandschef Brian Niccols zudem die Jahresprognose für Umsatz und Gewinn. Der 52-jährige hatte vor fast zwei Jahren die Führung übernommen und bringt den Konzern mit seiner Strategie „Back to Starbucks“ wieder auf Wachstumskurs. Auch die Aktie wirkt seit einiger Zeit wieder deutlich „wacher“: Seit letzten Herbst hat sie um fast 40 Prozent zugelegt und notiert nur noch etwa 15 Prozent unter Allzeithoch.
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