Kopf schlägt Kurs!

Joachim Brandmaier (64): „Kopf schlägt Kurs: An der Börse gilt es, die Emotionen außen vor zu lassen.“
Kopf schlägt Kurs!
Liebe Leserinnen und Leser,
kennen Sie das? Eine Aktie fällt nach dem Kauf – und plötzlich beginnt man zu zweifeln. War es ein Fehler, hier einzusteigen? Ist das Unternehmen doch nicht so gut wie gedacht? Sollte man besser verkaufen, bevor es noch schlimmer kommt?
Von Börsenaltmeister André Kostolany stammt der Satz, die Börse bestehe nur zu 10 Prozent aus Fakten, aber zu 90 Prozent aus Psychologie. Dabei geht es nicht nur um Hypes wie bei künstlicher Intelligenz. Im Grunde spielen bei allen Entscheidungen über Aktienkäufe oder -verkäufe Emotionen eine große Rolle; umso mehr in Zeiten des Internets und der sozialen Medien, wo sogenannte „Finfluencer“ mit den allertollsten Kursgewinnen prahlen, und man ständig das Gefühl hat, etwas zu verpassen. Aus heutiger Sicht könnte man daher ergänzen: Am Verhältnis zwischen Psychologie und Fakten hat sich wenig geändert – eher ist der Abstand sogar noch größer geworden.
Dabei sind kurzfristige Emotionen der größte Feind für langfristig erfolgreiche Anleger. Ich plädiere deshalb dafür, den Fakten wieder mehr Gewicht zu geben. Und das heißt an der Börse vor allem: weniger auf den aktuellen Kurs und stärker auf die Geschäftszahlen zu schauen. Wenn ein Unternehmen über Jahre und Jahrzehnte hinweg seinen Gewinn steigert, dann bleibt der Aktie langfristig gar nichts anderes übrig als nach oben zu klettern.
Auch für überzeugte Wachstumsstrategen heißt es, die eigenen Ängste und Sorgen unter Kontrolle zu halten – gerade, wenn eine Aktie mal eine Schwächephase durchläuft. Ein häufiger Anlegerfehler ist es dabei, den aktuellen Preis mit dem persönlichen Einstandskurs zu vergleichen. An sich nachvollziehbar, da man eben diese beiden Zahlen schwarz auf weiß lesen kann. Aber ist eine Aktie jetzt schlecht, nur, weil Sie zu einem höheren Preis eingestiegen sind?
Natürlich nicht! Lassen Sie sich also an der Börse nicht von jedem Kursausschlag aus der Ruhe bringen. Bleiben Sie bei den Fakten: Entscheidend ist nicht, welche Kurskapriolen eine Aktie gerade schlägt, sondern wie das Unternehmen dahinter wirtschaftet und vor allem, wie es für die Zukunft aufgestellt ist. Dass plötzlich die Stimmung auch bei Unternehmen wie Coloplast, Nibe und Adobe wieder drehen kann, lesen unsere Leser n der kommenden Ausgabe Ende nächster Woche. (Noch kein Leser des Stuttgarer-Aktienbriefes, dann testen Sie uns erst einmal hier …)
So wichtig menschliche Gefühle für unser Zusammenleben sind: Versuchen Sie, die Emotionen beim Aktienkauf, aber auch beim Verwalten Ihres Depots auszuschalten. Nur dann werden Sie zum erfolgreichen Langfristinvestor!
In diesem Sinne,
ich wünche Ihnen ein wunderschönes Wochenende,
Ihr

Joachim Brandmaier und das gesamte Team des Stuttgarter Aktienbriefes
PS: Emotional wird es sicherlich auch bei unserer Börsentour, die in wenigen Wochen startet. Alle Fakten, etwa wie Sie an welche Tickets nochkommen, gibt‘s hier …

Die Kartenbestellungen für unsere „Alles Aktien“-Börsentour laufen auf Hochtouren, derzeit gehen bei uns jeden Tag über 100 Kartenbestellungen ein. Vielen Dank dafür! Die Plätze werden knapp. Auf jeden Fall werden bei den Kartenbestellungen unsere Leser bevorzugt. Start der „2026-Alles Aktien-Tour“ ist bereits kommenden Monat, am Dienstag, den 13. Oktober in der schönen Orangerie in Darmstadt.
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Wieder live mit dabei – unser Redaktions-Youngster Patrick Brun: Sein Vater ist seit vielen Jahren treuer Leser des Stuttgarter Aktienbriefs regelmäßig reichte er das Heft an den Sohnemann weiter. Der fasste sich dann während des Coronacrashs ein Herz und kaufte erstmals selbst Aktien. Und fast etwas untypisch für sein Alter versuchte er seine ersten Schritte auf dem Börsenparkett nicht mit irgendwelchen heißen Spekulationswerten, sondern setzte gleich von Beginn an auf Qualitätsaktien des Stuttgarter Aktienbriefs.
Heute ist Patrick Brun längst fester Bestandteil des Redaktionsteams und steht bei unseren beliebten Börsenveranstaltungen bereits zum zweiten Mal auf der Bühne.
Der aktuelle Trend hat einen Namen: KI
Dieses Jahr geht es in seinem Vortrag tatsächlich um die Themen, um die er selber von Anfang an bewusst einen großen Bogen gemacht hat: heiße Trends. Wobei das nicht ganz richtig ist: Er hat sie nicht gemieden, sondern für sich genutzt – allerdings auf eine Art und Weise, die das Risiko reduziert, ohne dabei auf die Chancen der immer neuen Börsentrends, die oft erstaunliche Ähnlichkeiten aufweisen, zu verzichten. Wie das konkret funktioniert und was er von der aktuellen KI-Euphorie hält, erfahren Sie bei unserer anstehenden Börsentour. Los geht’s am 13. Oktober in Darmstadt.
In Darmstadt beginnt am 13. Oktober unsere diesjährige Börsentour. Wer noch keine Eintrittskarten bestellt hat, kann dies hier nachholen, für unsere Leser kostenlos …
Was gibt es sonst aktuelles aus Stuttgart:
„Alles Aktien“ – Börsentour 2026:
( jeweils um 15 Uhr und um 19 Uhr)
Darmstadt 13.10.
Neuss 14.10.
Hannover 21.10.
Hamburg 22.10.
Nürnberg 3.11.
Halle 4.11.
München 10.11.
Friedrichshafen 11.11.
Berlin 18.11.
Stuttgart 24.11.
Achtung, Hannover Nachmittags- und Abend-Veranstaltung ausverkauft! Bitte auf die Zustazveranstaltung am Vormittag 11 Uhr (noch wenige Karten) ausweichen!
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