Roche bleibt auf Einkaufstour

Über zwei Milliarden Dollar für Krebswirkstoff.
Erst im April wurde der Kauf einer amerikanischen Diagnostikfirma für 600 Millionen Dollar eingetütet, vor drei Wochen dann hat Roche die 750 Millionen Dollar schwere Übernahme einer auf Laboranalysen spezialisierten KI-Firma gemeldet. Nun folgt schon die nächste Großinvestition: Anfänglich 700 Millionen und insgesamt bis zu 2,3 Milliarden Dollar zahlen die Schweizer der US-Biotechfirma Nurix für einen Großteil der Rechte an einem neuen Blutkrebswirkstoff. Auch gegen Hauterkrankungen und Multiple Sklerose soll das Mittel helfen, das jetzt in die dritte und letzte Testphase überführt wird.
Bexobrutideg gehört zu einer neuen Klasse von Wirkstoffen, die ein entscheidendes Protein nicht nur blockieren, sondern sogar gezielt abbauen. Im Falle einer Zulassung teilen sich die Firmen die Einnahmen in den USA, während Nurix für den Rest der Welt Lizenzzahlungen von Roche erhalten wird.
Roche gibt damit weiter Gas, um das künftige Wachstum zu sichern. Dabei läuft es auch aktuell blendend: 2026 dürfte der Pillendreher fast 15 Milliarden Dollar verdienen – höchster Konzerngewinn aller Zeiten! Die Erholung der Aktie sollte sich damit fortsetzen.
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