Sammelklage gegen Danaher?
Frage: Ich habe von meiner Bank ein Schreiben mit der Frage bekommen, ob ich an einer Sammelklage gegen Danaher teilnehmen möchte. Ist das ratsam?
Antwort: Diese Frage wird uns gerade häufig gestellt. Berechtigt zur Teilnahme an der Sammelklage sind Börsianer, die zwischen dem 27.01.2022 und dem 23.10.2023 Danaher-Aktien gekauft haben. Dem US-Konzern wird vorgeworfen, in dieser Zeit falsche Prognosen zur Geschäftsentwicklung abgegeben zu haben. Angeblich haben Manager die weitere Zukunft von Sparten, die von der Coronapandemie profitiert haben, zu optimistisch dargestellt.
Danaher weist die Vorwürfe zwar entschieden zurück, um aber einem langwierigen Gerichtsprozess aus dem Weg zu gehen, hat man sich im April auf einen Vergleich in Höhe von gut 170 Millionen Dollar geeinigt. Dieses Geld soll nun an die Geschädigten verteilt werden (abzüglich rund 60 Millionen Dollar, die die Anwälte kassieren). Angesichts der unzähligen Aktien, die in den fast zwei Jahren gehandelt wurden, könnte der auf jeden Anteil entfallende Geldbetrag damit ziemlich klein sein.
Ob man an so einer Sammelklage teilnimmt, muss jeder Börsianer selbst entscheiden. Im Grunde halten wir wenig davon, „sich selbst“ zu verklagen, schließlich gehört einem als Aktionär ein Teil des Unternehmens. Allzu große Erwartungen sollte man auch nicht hegen, was die Höhe der Entschädigung angeht. Und ob womöglich weitere Kosten entstehen, entzieht sich leider unserer Kenntnis.
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