Sell in May and go away?

Mit der alten Börsenregel „Sell in May and go away“ konnten wir noch nie viel anfangen.
Natürlich klingt die Idee verlockend: Im Frühjahr aussteigen, den vermeintlich schwächeren Börsensommer meiden und später günstiger zurückkehren. Diese Regel stammt jedoch aus dem Londoner Finanzdistrikt des 17. und 18. Jahrhunderts, wo sich Händler im Sommer tatsächlich aufgrund geringerer Aktivität zurückzogen. Heute ist ein schwacher oder starker Sommer an der Börse eher reine Glückssache.
Das einzige, dass wir sicher prognostizieren können ist, dass es auch in Zukunft an der Börse noch viele Rückschläge geben wird. Aber: man weiss doch nicht den exakten Zeitpunkt noch die Stärke einer Korrektur in der Zukunft. In der Praxis funktioniert desshalb ein Ausstieg aus Angst vor einem Rückschlag – zu welchem Monat auch immer – eben leider nicht. Denn unsere Erfahrung als Wachstums-Strategen und Langfristanleger an der Börse zeigt: Nicht der perfekte Ausstieg bringt langfristig den größten Erfolg, sondern die Fähigkeit, investiert zu bleiben.
Die Börse belohnt Geduld deutlich stärker als hektisches Timing.
Aktienmärkte steigen langfristig — trotz Krisen, Kriegen, Inflation, Zinsängsten, Rezessionen und immer wieder auftretenden Crashs. Wer heute auf die vergangenen Jahrzehnte blickt, erkennt ein klares Muster: Nach nahezu jeder Krise standen die großen Qualitätsunternehmen später höher als zuvor. Genau deshalb ist der Versuch, ständig den perfekten Ein- und Ausstieg zu finden, für viele Anleger gefährlicher als die Schwankungen selbst. Denn die stärksten Börsentage entstehen oft mitten in Phasen größter Unsicherheit. Wenn die Stimmung schlecht ist, die Schlagzeilen negativ dominieren und viele bereits verkauft haben, drehen die Märkte häufig überraschend nach oben. Und genau diese wenigen, starken Tage entscheiden langfristig oft über einen großen Teil der gesamten Rendite. Wer dann nicht investiert ist, verpasst nicht nur Kursgewinne — sondern verliert wertvolle Zeit beim Vermögensaufbau.

Für uns steht deshalb nicht die Frage im Mittelpunkt, ob der Mai oder welcher Monat auch immer historisch manchmal schwächer verläuft. Entscheidend ist vielmehr, in welche Unternehmen man investiert ist. Bei echten Qualitätsunternehmen sehen wir grundsätzlich jeden Tag als möglichen Kauftag. Unternehmen mit starken Marken, hoher Preissetzungsmacht, soliden Bilanzen und globaler Marktstellung kommen auch durch schwierige Börsenphasen. Natürlich gehören Schwankungen zur Börse dazu. Rücksetzer wird es immer geben.
Aber langfristiger Vermögensaufbau entsteht nicht dadurch, dass man jede Korrektur vermeiden muss. Sondern dadurch, dass man an den wirklich guten Unternehmen festhält und dem Faktor Zeit die Möglichkeit gibt zu wirken. Für uns liegt die größte Gefahr an der Börse deshalb oft nicht im Rückschlag selbst. Sondern darin, nicht investiert zu sein, wenn die nächste Aufwärtsbewegung beginnt. Unser Ansatz lautet daher nicht: Angst vor dem Sommer zu haben und hektisch auszusteigen. Sondern Qualität langfristig zu begleiten und investiert zu bleiben. Oder einfacher formuliert lautet unsere Börsenregel – in jedem Monat – und daher auch im Mai:
„Buy in May and stay.“
Was halten Sie von der Börsenregel „Sell in May and go away“? Schreiben Sie mir: brandmaierj@boerse-aktuell.de
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