Sie verkaufen Ihren Apfelbaum doch nicht, nur weil er groß geworden ist …

Meine Aktien sind wie mein Garten
Joachim Brandmaier (64), Herausgeber des Stuttgarter Aktienbriefes ist inzwischen auch stolzer „Stückles“-Besitzer – wie sagte einst Warren Buffett: „Heute kann sich jemand im Schatten räkeln, weil er vor vielen Jahren einen Baum gepflanzt hat.“
Sie verkaufen Ihren Apfelbaum doch nicht, nur weil er groß geworden ist …
Liebe Leserinnen und Leser,
vor einiger Zeit habe ich mir ein „Stückle“ zugelegt, wie man im Schwäbischen sagt. Damit meine ich nichts Süßes vom Bäcker, sondern eine Art Schrebergarten etwas außerhalb – zugegeben: ein ziemlich verwildertes Exemplar mit einem fast schon abrissreifen Gartenhäuschen. Da gab es erst mal viel zu „schaffen“! Und als ich nach ein paar Monaten ein bisschen stolz auf meine Arbeit geblickt habe, kam mir der Gedanke:
Irgendwie hat die Aktienanlage Ähnlichkeit mit einem Garten! Fast alle Börsianer fangen mal klein an. Vielleicht „säen“ sie ihren ersten Tausender und kaufen sich dafür zum Beispiel McDonald’s-Aktien. Mit der Zeit pflanzt man immer mehr Titel ins Depot. Sie können Ihren Aktien-Garten ganz nach Ihren persönlichen Wünschen gestalten. Und irgendwann ist man dann fertig. Denkt man. Fertig wird man aber nie, nicht im Depot, nicht im Garten. Im Garten gibt es Pflanzen, die wunderbar wachsen und gedeihen, andere, die absterben oder von Schädlingen befallen werden; man muss hier was umgraben, da zupfen und dort Unkraut jäten. Genauso gibt es an der Börse immer wieder Überraschungen und was zu tun: Abspaltungen, Kursrückschläge, Dividenden, schlechte Nachrichten, Hausse-Phasen, Aktiensplits oder auch mal Titel, die ihren „Wachstumspfad“ verlassen.
Wie sich Garten und Depot entwickeln, hängt vielfach von demjenigen ab, der sich darum kümmert. Damit es hüben wie drüben besser wächst, hilft gießen und düngen. An der Börse können das Neukäufe durch frisches Kapital oder reinvestierte Dividenden sein. Sicher kann auch Wildwuchs schön sein. Aber wer fleißig Unkraut jätet und auch mal einen morschen Baum entfernt, also schwache Aktien aussortiert, der hegt, pflegt und erweitert das Depot – und hat am Ende wohl mehr Freude. Wichtig ist es dabei auch, nicht nur auf Schönwetterpflänzchen zu setzen, die beim ersten heftigeren Regen wegknicken. An der Börse sind das Trendaktien, die schnell „verwelken“ und die man wie Einmalblüher im Garten jedes Jahr neu kaufen muss.
Besser sind robustere Titel, die immer wieder sprießen, und Bäume, die immer weiter in die Höhe wachsen. Damit spart man sich viel Geld und hat einen wunderbaren Ertrag. Ein Apfelbaum, einmal gesetzt, wirft in den ersten Jahren nur eine Handvoll Früchte, also „Dividenden“, ab, später werden es ganze Körbe voll. Auf jeden Fall verkaufen Sie Ihren Apfelbaum nicht, nur weil er groß geworden ist! So kann aus einem kleinen Samen Großes entstehen, von dem noch Ihre Kinder und Enkel was haben. Denn Pflanzen wie Aktien streben einfach unaufhaltsam nach Wachstum!
Einer meiner Lieblingspflanzen – pardon – Lieblingswachstumswerte ist die Procter & Gamble-Aktie (Pampers, Ariel, Blendamed …) Diese steigt typisch für Wachstumswerte – wenn auch kurzfristig immer mal unter teilweise erheblichen Schwankungen – langfristig eben von links unten nach rechts oben. Schauen Sie mal selbst:

Es ist beim Wachstum der Aktien wie bei den Pflanzen – eine Frage des Zeitraums und der Qualität. Der langfristige Kursverlauf der oben abgebildeten Procter & Gamble-Aktie ist typisch für unsere Wachstumswerte – wenn auch kurzfristig zum Teil unter erheblichen Schwankungen – von links unten nach rechts oben! Geradezu völlig unabhängig von der Konjuntur und der wirtschaftlichen Lage – aber auch völlig unbeeindruckt von der Politik: In den abgebildeten über 40 Jahren Kursverlauf hat der weltgrößte Markenartikler bereits 7 US-Präsidenten kommen und gehen sehen, seit dem Börsengang im Jahre 1891 sogar 39 US-Präsidenten. Obendrauf fließt seit damals Jahr für Jahr ununterbrochen Dividende und die Ausschüttung wird inzwischen schon das 70. Jahr in Folge erhöht. Sie merken schon: Langfristig kommt es nicht auf die Wirtschaft und die Konjunktur und auch nicht auf die Politik an, sondern einzig und allein auf den Erfolg des Unternehmens!
Wichtig für Ihren „Aktiengarten“ ist also nicht etwa wann Sie kaufen, sondern WAS Sie kaufen! In unserem Stuttgarter Aktienbrief empfehle ich unseren Lesern ausschliesslich „robuste“ Titel für Ihren Aktiengarten! Von weltweit rund 100.000 an der Börse gehandelten Unternehmen verdienen aus meiner Sicht gerade mal 85 Papiere mein Prädikat „Wachstumswert“. Es nützt Ihnen nichts, getreu unserer Wachstumsstrategie über Jahre hinweg eisern an Aktientiteln festzuhalten, wenn es am Schluss die ausgewählten (bei vielen Börsenanfängern oft spekulativen) Aktien gar nicht mehr auf dem Kurszettel gibt. Ganz klar, meine Strategie funktioniert nur mit denen in unserem Stuttgarter Aktienbrief vorgestellten erstklassigen Wachstumsaktien.
Wo finde ich solche Titel? In unserem neuen „Almanach unserer 85 Wachstumsaktien“. In diesem finden unsere Leser auf einen Schlag alle unsere 85 Favoriten, die sich zur Langfristanlage eignen. Inklusive Langfristcharts und den wichtigsten Daten und Fakten. Darunter mischen sich vier Konzerne, die derzeit ein sehr großes Formtief durchleben, dadurch aber auch enormes Aufholpotenzial in sich bergen, und auch eine ganz neue Aktie, die ab jetzt alle unsere Kriterien für einen Wachstumswert erfüllt. Dieser Almanach wird uns von unseren Lesern derzeit geradezu aus den Händen gerissen …
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Auf jeden Fall würde ich mich sehr darüber freuen, Ihnen künftig als Leser des Stuttgarter Aktienbriefs „Börse Aktuell“ bei der Anlage und auch der Pflege Ihres „Aktien-Gartens“ mit Rat und Tat zur Seite stehen zu dürfen.
Herzliche Grüße aus Stuttgart
Ihr

Joachim Brandmaier
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Erste Reaktion zu diesem Leitartikel / Leserzuschriften:
Mein Depot ist mein Garten geworden!
Sehr geehrter Herr Brandmaier, Ihr heutiger Beitrag im Newsletter finde ich besonders motivierend, schön, sogar warmherzig. Ja, auch Börsianer haben ein Herz, viele sogar einen Garten. Persönlich habe ich keinen mehr, aber an die langsame Entstehung meines früheren kann ich mich noch erinnern. Genauso kann ich mich an die Entstehung meines Aktiendepots, seit Jahren nach der Strategie des Stuttgarter AktienBriefes, wie auch die vielen Fehler, Ängste und Unsicherheiten erinnern. Inzwischen ist alles gut gewachsen, hin und wieder wird Platz für Neues gemacht und auf die Dividende freue ich mich wie auf neue Triebe im Frühjahr. Die Gegenüberstellung Garten / Aktiendepot gefällt mir so so gut, mein Depot ist mein Garten geworden! Ihren Beitrag habe ich diesmal sogar ausgedruckt. Er wird zusammen mit meinen Enkelkindern und deren Eltern, wenn sie mich Ende Juli besuchen, gelesen. Vielen Dank für all Ihre Beiträge, man hört nie auf zu lernen und Aufmunterung wird immer gebraucht. Bleiben Sie gesund, pflegen Sie Ihren Garten und zeigen Sie uns hin und wieder Ihre Fortschritte – Herzliche Grüße von Ihrer treuen Leserin Federica F.
Wie hat Ihnen dieser Vergleich „Aktien/Garten“ gefallen? Schreiben Sie mir doch gerne persönlich unter brandmaierj@boerse-aktuell.de.

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