Das Mensch-Maschine-Duell

Friedhelm Busch ist ein deutscher Wirtschaftsjournalist und einer der bekanntesten deutschen Börsenmoderatoren. Ab 1987 leitete und moderierte er die „Telebörse“, zunächst bei Sat.1, später bei n-tv. Mit seiner verständlichen und unterhaltsamen Art machte er Börsenthemen einem breiten Publikum zugänglich. 2003 ging er in den Ruhestand
Das Mensch-Maschine-Duell
Liebe Leserinnen und Leser,
falls Sie schon etwas länger an der Börse aktiv sind, erinnern Sie sich vielleicht noch an Friedhelm Busch. Der legendäre und inzwischen 87-jährige Moderator der Telebörse war der erste Fernsehjournalist, der sozusagen mit Aktien berühmt wurde. Noch heute habe ich Worte im Ohr wie: „Veba Tagesgewinner mit 0,7 Prozent plus.“ Oder: „Nixdorf rauscht um 1,4 Prozent in die Tiefe!“ Ich will aber jetzt weder ein Loblied auf Busch trällern noch wie die „alten Leute“ von früher schwelgen, als angeblich alles besser war. Mir geht es um eine massive Veränderung der Kursausschläge, selbst bei unseren Wachstumswerten. 0,7 Prozent Plus sind heute keine Nachricht mehr wert. Und wenn Aktien „in die Tiefe rauschen“, dann niemals nur um 1,4 Prozent. Zweistellige Kurskapriolen rauf und runter – das ist unsere heutige Welt!
Was ist los mit der Börse und uns Anlegern? Sind wir durchgedreht, dass wir Unternehmen massenhaft an einem Tag zehn Prozent mehr oder weniger wert sein lassen als am Tag davor? Ich kann Sie beruhigen: Nicht wir sind so extrem geworden. Es sind vor allem die Algorithmen und künstliche Intelligenz, die diese Kurs-Achterbahn auslösen. „Algo-Trading“ steht heute für 70 Prozent des gesamten Börsenhandels.
KI kann blitzschnell komplette Geschäftsberichte auswerten und reagiert prompt. Selbst wenn sie nur bei der Wortwahl oder beim Tonfall eine minimale positive Abweichung zum vorherigen Quartal erkennt, wird sich sofort auf die Aktie gestürzt, als gäbe es morgen keine mehr. Oder aber sämtliche Algorithmen wollen mit aller Macht zur gleichen Millisekunde raus. Dann muss der Kurs ja abstürzen.
Ändern können wir daran nichts – wohl aber unseren Umgang damit regeln. Sprich: den Wahnsinn einfach nicht mitmachen! Wenn Sie ständig den Geschehnissen hinterherhetzen, kostet es Sie nicht nur viele Nerven, sondern auch Geld. Erstens sind Sie sowieso langsamer als die Maschinen – müssen also höher kaufen oder tiefer verkaufen – und zweitens wissen auch die Algorithmen nicht, was die Kurse morgen oder kommendes Jahr machen. Oft sind sogar genau sie es, die beim nächsten anders gesetzten Komma die Aktien wieder in die gegenteilige Richtung peitschen …
Entscheidend ist für uns jedoch ganz allein, ob ein Unternehmen in zehn Jahren mehr verdient als heute. Wenn, dann wird auch der Kurs höher stehen – unabhängig von den Schwankungen zwischendurch!
In jeder unserer Ausgabe des Stuttgarter Aktienbriefes finden Sie garantiert nur genau solche Qualitätsunternehmen …
In diesem Sinne
Ihr

P.S. Wenn Sie tatsächlich noch nicht bei uns mit von der Partie sind, dann machen Sie doch einfach einmal zunächst nur zur Probe bei uns mit. Auf diesem Wege sind inzwischen über 25.000 Leser zu uns gekomment und viele sind schon seit vielen Jahrzehnten bei uns mit dabei. Versuchen Sie´s doch auch einmal, hier geht es zu meinem nahezu unwiderstehlichen Angebot …
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