Was bedeutet „Marktkapitalisierung“?
Leserfrage: Immer wieder lese ich bei Aktien das Wort Marktkapitalisierung. Ich verstehe aber nicht genau, was damit gemeint ist. Können Sie mir auf die Sprünge helfen?
Antwort: Nichts leichter als das! Mit „Marktkapitalisierung“ (englisch: market cap) ist nichts anderes gemeint als der Wert aller Aktien eines Unternehmens. Man spricht deshalb auch in der identischen Bedeutung vom „Börsenwert“ des Unternehmens. Wenn eine Firma beispielsweise eine Million Aktien ausgegeben hat und der Kurs bei 100 Euro notiert, beträgt der gesamte Börsenwert 100 Millionen Euro. Wer also eine Firma komplett übernehmen wollen würde, müsste den Preis für sämtliche Aktien – eben die Marktkapitalisierung – zahlen (wobei in der Praxis immer ein Aufpreis für einen Komplettkauf verlangt wird). Eine feste Größe ist die Marktkapitalisierung allerdings nicht. Da sie mit dem Aktienkurs schwankt, ändert sie sich ständig. Zurückgekaufte Aktien, die (noch) nicht vernichtet wurden, sondern in der unternehmenseigenen „Schatztruhe“ liegen, fließen übrigens nicht in die Berechnung ein, es zählt nur die Zahl der „umlaufenden“ Anteile.
Grundsätzlich kann die Marktkapitalisierung eine Hilfe bei der Risikoeinschätzung sein. Unternehmen mit einem hohen Wert sind in der Regel größer und bieten mehr Substanz als Firmen mit kleinem Börsenwert. Durch diese Kennzahl kann man also unterschiedliche Unternehmen hinsichtlich ihrer Marktgröße vergleichen.
Die Formel:
Marktkapitalisierung = Anzahl der ausstehenden Aktien × Preis je Aktie
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