Leserfrage: Was ist wichtiger – eine hohe Dividende oder eine hohe DSR?
Antwort: Das ist eine sehr gute Frage, die vermutlich viele Dividendenjäger umtreibt. Soll man lieber auf Aktien setzen, die gleich von Anfang an eine hohe Dividendenrendite bieten, oder lieber auf mit einer hohen Dividendensteigerungsrate (DSR)? Letztere könnte ja trotz niedriger Anfangsrendite tatsächlich in einigen Jahren eine höhere persönliche Rendite erzeugen als Titel, die von Anfang an ordentlich zahlen, aber wenig oder keine Steigerung bieten. Welchen Weg soll man einschlagen?
Rechnen wir doch einfach mal nach: Nehmen wir an, eine Aktie kommt mit einer sehr ordentlichen Anfangsrendite von vier Prozent daher, Steigerung gibt es aber keine. In zehn Jahren kassiert der Anleger bei gleichbleibender Ausschüttung 10-mal vier Prozent und somit insgesamt 40 Prozent bezogen auf seinen Kaufkurs. Um das zu schlagen, muss man schon eine Aktie erwischen, die beispielsweise zwei Prozent Startrendite bietet, kombiniert mit einer hohen Steigerungsrate von 20 Prozent.
Dann kassiert man in den zehn Jahren zusammengerechnet 52 Prozent.
Falls das jetzt ein bisschen viel Rechnereien waren, kein Problem. Grundsätzlich kann man sagen: Wer sein Kapital nicht so lange investieren will, zum Beispiel „nur“ zehn Jahre oder kürzer, ist rein aus Dividendengesichtspunkten vermutlich mit einer hohen Anfangsrendite etwas besser bedient. Wer seine Aktien länger liegen lassen kann und will, für den ist eine hohe DSR oft wichtiger. Vor allem junge Anleger, die viel Zeit haben, können mit guten Dividendensteigerern langfristig besser liegen. Übrigens: Alle DSR-Zahlen zu unseren Empfehlungen finden Sie im Servicebereich auf unserer Internetseite unter dem Punkt „Dividendenrendite-Liste 2026“
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