Roche mit KI-Zukauf

Neue Forschungsergebnisse kommen demnächst.
Gesundheitsunternehmen wachsen auf drei Wegen: durch eigene neue Medikamente und Technik, durch Zukäufe von Wirkstoffen oder gleich durch die Übernahme ganzer Firmen. Roche macht regelmäßig von allen drei Möglichkeiten Gebrauch. Kürzlich hat der Schweizer Branchenriese die Firma PathAI übernommen. Zunächst fließen 750 Millionen Dollar, je nach Erfolg der neuen Tochter, mit der man bereits seit fünf Jahren zusammenarbeitet, kommen dann noch maximal 300 Millionen hinzu. Das US-Unternehmen hat sich auf KI-gestützte Laboranalysen spezialisiert. Durch die Technik sollen pathologische Proben mit hochauflösender Bildgebung automatisiert und somit beschleunigt werden. Auch sind die Ergebnisse genauer und besser.
Ergebnisse aus der eigenen Forschung wiederum erwarten wir Ende nächster Woche. Auf dem Krebskongress Asco in den USA will Roche neue Studiendaten zu mehreren Krebsmedikamenten vorlegen. Vor allem die Erkenntnisse beim Burstkrebsmittel Giredestrant, das sich gegen die häufigste Brustkrebsart richtet und dem entsprechend starke Perspektiven eingeräumt werden, könnten dabei den Aktienkurs bewegen.
In jedem Fall stehen aus unserer Sicht die Chancen gut, dass die Roche-Aktie langfristig weiterhin überzeugen wird. In den letzten Jahren hatte der Kurs erst korrigiert, sich dann erholt, dann wieder etwas nachgegeben und zuletzt erneut nach oben gedreht. Sollten die Studiendaten gut ausgefallen, könnte bald auch schon der Angriff auf das Allzeithoch eingeläutet werden.
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