Air Products gibt Pläne auf – Aktie steigt deshalb

Kein Wasserstoffprojekt in Louisiana.
In der Regel bejubeln es die Aktionäre, wenn ein Unternehmen neue Wege zur Expansion entdeckt und nutzt. Diesmal war es aber andersherum: Air Products stampft ein neues Projekt ein, in das bereits viel Geld geflossen ist – und die Aktie steigt daraufhin!
In Louisiana wollte Air Products den 2021 angekündigten und 4,5 Milliarden Dollar teuren „Clean Energy Complex“ errichten, wo Wasserstoff produziert und das anfallende Kohlendioxid abgeschieden werden sollte. Inzwischen ist das Management aber zur Meinung gelangt, dass die angestrebten Kapitalrenditen dort vermutlich nicht erreicht werden – vor allem, weil US-Präsident Trump Steuervergünstigungen gestrichen hat. Trotz bereits enormer Investitionen wird das Vorhaben deshalb nun gestoppt, die entsprechenden Abschreibungen (worin auch andere Projekte enthalten sind) belasten den Konzerngewinn um 2,9 Milliarden Dollar. Daran wird auch ersichtlich, dass die gesamte Nachfrage nach Wasserstoffprojekten bei Weitem nicht so groß geworden ist, wie man sich das vor einigen Jahren erhofft hatte.
Die Börsianer sagen nun jedoch: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende! Air Products kann sich nun wieder voll auf sein Kerngeschäft mit Industriegasen konzentrieren. Dadurch sollten in den kommenden Jahren wie bei den Wettbewerbern Linde und Air Liquide steigende Gewinne gelingen – die den Aktienkurs mit nach oben ziehen.
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