Johnson & Johnson in Topform

Quartalszahlen besser als erwartet – Jahresprognose und Dividende erhöht.
Die Johnson&Johnson-Aktie hat sich nach einer nervenraubenden Seitwärtsphase eindrucksvoll zurückgemeldet: Aktuell notiert sie rund 50 Prozent höher als vor zwölf Monaten. Und der Gesundheitsriese aus New Brunswick hat die starke Performance diese Woche mit positiven Zahlen und einem optimistischen Ausblick unterfüttert: Im ersten Quartal wurden die Umsatz- und Gewinnerwartungen der Börsianer übertroffen – vor allem dank der hervorragenden Entwicklung neuer Krebsmedikamente. Zu den wichtigsten Wachstumstreibern gehört das Knochenkrebsmittel Darzalex, das allein im ersten Quartal vier Milliarden Dollar in die Kasse gespült hat; 18 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Außerdem wuchsen die Einnahmen des neuen Antidepressivums Spravato besonders flott. Dank solcher junger, dynamisch wachsender Arzneimittel kann Johnson & Johnson auch den Patentablauf des einstigen Blockbusters Stelara locker wegstecken. Das Schuppenflechtepräparat, das einst Spitzenumsätze von über zehn Milliarden Dollar beschert hat, steht inzwischen unter dem Druck billiger Nachahmermittel; weshalb die Verkäufe im jüngsten Quartal um rund 60 Prozent eingebrochen sind. Dass so etwas gut aufgefangen werden kann, beweist einmal mehr den Vorteil großer, breit aufgestellter und forschungsstarker Pharmakonzerne.
Nach dem erfreulichen Auftakt ließ es sich das Management sodann nicht nehmen, die Umsatz- und Gewinnprognose für das Gesamtjahr anzuheben. Der Umsatz soll erstmals die Marke von 100 Milliarden Dollar überschreiten. Und auch bei der Dividende wird eine Schippe draufgelegt: Bei der nächsten Quartalszahlung im Juni fließen 1,34 Dollar je Aktie und damit drei Prozent mehr als bisher. Johnson & Johnson steigert die Dividende nun bereits das 64. Jahr in Serie und macht seinem Ruf als exzellentes Langfristinvestment einmal mehr alle Ehre.
Views: 164
