Fuchs erhöht Preise wegen der Straße von Hormus

Umsatz und Gewinn übertreffen Erwartungen.
Obwohl die Wechselkurse gegen Fuchs waren und der Krieg im Iran belastete, konnte der Mannheimer Schmierstoffhersteller im ersten Quartal überzeugen: Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum dank organischen Wachstums um ein Prozent auf 934 Millionen Euro zu, der Gewinn sprang um 16 Prozent auf 89 Millionen Euro. Beide Werte lagen deutlich über den Analystenprognosen. Der Gewinn war sogar der höchste in einem Quartal jemals.
Allerdings sprach Vorstandschef Stefan Fuchs frei aus, dass die Krise in Nahost massive Auswirkungen aufs Geschäft hat: „Die Schließung der Straße von Hormus und die teilweise Zerstörung von Anlagen der Petrochemie in der Golfregion führten zu einer Verknappung und deutlichen Preissteigerungen bei Rohstoffen. Hinzu kommt ein damit verbundener Anstieg der Kosten für Energie und Logistik.“ Der Konzernlenker rechnet damit, dass die Herausforderungen noch längere Zeit anhalten werden und will nicht auf den daraus resultierenden Mehrkosten sitzen bleiben. Diese sollen umgehend durch Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden. Für das Gesamtjahr hat Fuchs daher und auch generell inflationsbedingt die Umsatzprognose leicht angehoben. Beim Gewinn geht das Familienunternehmen davon aus, dass trotz der Belastungen das ursprünglich angepeilte Jahresziel von 450 Millionen Euro vor Steuern erreicht wird.
An der Börse kamen die Zahlen und Prognosen gut an. Die Fuchs-Vorzugsaktie konnte sich immerhin wieder über die Marke von 40 Euro hieven. Mit einem Rekordgewinn auch im Gesamtjahr im Visier sollte hier aber noch deutlich mehr drin sein.
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