Church & Dwight wächst weiter unter dem Radar

Immer mehr Onlineverkäufe.
Außer dem Batiste-Trockenshampoo und vielleicht noch der Hero-Hautpflege sind die Produkte wie auch die Aktie von Church & Dwight hierzulande recht unbekannt (angesichts des langfristigen Kursverlaufes aus Börsensicht ein echter Jammer). Insgesamt erzielt der Hygienekonzern keine 20 Prozent des Umsatzes außerhalb Nordamerikas – was allerdings zugleich enorme Expansionschancen bietet: Im jüngsten Quartal sind die „internationalen“ Verkäufe um neun Prozent geklettert, der Heimatmarkt steuerte lediglich fünf Prozent Absatzplus bei. Das stärkste Wachstum zeigte sich aber im Internet, wo der Umsatz um mehr als 20 Prozent zugelegt hat! Unter dem Strich sorgte das im Gesamtkonzern für zwei Prozent mehr Umsatz und sechs Prozent mehr Gewinn.
Mit Blick auf die zweite Jahreshälfte wurde das Konzernmanagement derweil zuversichtlicher: Der Gewinn je Aktie dürfte demnach um sechs bis acht Prozent zulegen, was eine leichte Anhebung der bisherigen Prognose bedeutet. Damit sollte Church & Dwight auf Kurs Rekordjahr liegen: Knapp 900 Millionen Dollar Gewinn sind laut Analysten drin! Dazu dürfte auch die neue Tochter Miss Mouth’s (Fleckenbehandlung) beitragen, die nach der Übernahme im Juni erste starke Ergebnisse unter dem Dach von Church & Dwight abgeliefert hat. Stark präsentiert sich im Grunde seit Jahrzehnten auch die Aktie; sie hat in den letzten 20 Jahren durchschnittlich 13 Prozent draufgesattelt. Nach dem Durchhänger 2025 stehen seit Januar wieder rund 20 Prozent Plus zu Buche, auf lange Sicht sollten jedoch noch deutlich höhere Kurse gelingen.
Views: 58
