Nike weiter im Umbau

Gute Zahlen, zurückhaltender Ausblick.
War China früher das Wachstums-Mekka für viele westliche Konzerne, stellt der Absatz im Reich der Mitte inzwischen oft ein Problem dar. Auch Nike tut sich derzeit schwer, in der Milliardennation gute Ergebnisse zu erzielen. Im letzten Quartal sind die Verkäufe dort um 7 Prozent gesunken, im nun laufenden könnte es nach einer aktuellen Prognose sogar um 20 Prozent rückwärtsgehen. Laut Vorstandschef Elliott Hill kommt der Konzern mit seinen Umstrukturierungen eben noch nicht überall so gut voran wie erhofft. Neben China hapert es noch bei der Marke Converse und im Bekleidungsgeschäft. Diese Aussicht hat die Anleger enttäuscht und den Aktienkurs weiter belastet.
Dennoch gibt es auch Lichtblicke: Insgesamt hat der weltgrößte Sportartikelhersteller mit seinen Quartalsergebnissen die Erwartungen ge- und teilweise übertroffen. In Nord- und Südamerika, Europa, Afrika sowie dem asiatisch-pazifischen Raum (ohne China) konnten die Einnahmen zuletzt auch schon wieder durch die Bank zulegen. Für das neue Geschäftsjahr, das bei Nike bereits im Juni beginnt, erwarten Experten daher einen kräftigen Gewinnanstieg: Um rund 40 Prozent könnte es hier nach oben gehen. Deshalb empfehlen wir den leidgeplagten Aktionären trotz der noch offenen Baustellen, der Aktie weiter die Treue zu halten. Nike hat sowohl die Markenstärke als auch die finanzielle Substanz, um den Umschwung zu schaffen.
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