Edwards schraubt Prognose hoch

Konkurrent gibt auf.
Von Ende 2021 bis Mitte 2024 hatte die Aktie von Edwards Lifesciences wahrlich einen schlechten Lauf: Um mehr als 50 Prozent ging es mit dem Kurs abwärts. Seitdem erholt er sich jedoch – und die aktuellen Quartalszahlen machen Hoffnung, dass es weiter aufwärtsgeht.
Von Januar bis März hat der Herzklappenspezialist seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 17 Prozent gesteigert, der Gewinn legte um 6 Prozent zu. Bereinigt um Sondereffekte verdiente Edwards sogar 22 Prozent mehr – womit die Analystenschätzungen klar übertroffen wurden.
Da Konkurrent Boston Scientific letztes Jahr seinen Ausstieg aus dem Segment verkündete, hat sich auch längerfristig die Marktposition von Edwards verbessert. Entsprechend traute sich das Management, die Umsatzprognose für das Gesamtjahr leicht nach oben zu schrauben und das untere Ende der erwarteten Gewinnspanne anzuheben.
Seit dem Verkauf der Intensivpflegesparte an Becton Dickinson konzentriert sich Edwards auf das Geschäft mit strukturellen Herzerkrankungen, zu dem mehrere Arten von Herzklappen gehören. Dies ist vermutlich eine kluge strategische Entscheidung angesichts der Tatsache, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine häufige Todesursache darstellen und mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft immer häufiger Herzklappen ausgetauscht werden müssen. Bereinigt um den großen Einmalerlös im Jahr 2024 sollte Edwards Lifesciences in den kommenden Jahren deshalb stets neue Rekordgewinne erzielen – was auf die Aktie bestimmt nicht ohne Auswirkungen bleibt!
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