Kerry-Aktie zieht wieder an

Fast 30 Prozent Kursplus seit März – Konzern vor Rekordjahr.
Auf lange Sicht betrachtet ist die Kerry-Aktie ein echter Gaumenschmaus, aber seit dem Allzeithoch vor fünf Jahren liegt sie so manchem Aktionär eher unangenehm im Magen. Gründe dafür gibt es mehrere: So gehörten Unternehmen aus dem Konsumsektor in der jüngeren Vergangenheit generell nicht unbedingt zu den Lieblingen an der Börse. Außerdem hatte der Spezialist für Nahrungsmittelzusätze mit Gegenwind an der Währungsfront und einer Nachfrageschwäche in Europa zu kämpfen. Nebenbei wurde fleißig umgebaut: Randbereiche hat das im irischen Tralee beheimatete Unternehmen abgestoßen und das Kerngeschäft mit Zukäufen gestärkt – allesamt Maßnahmen, die sich langfristig auszahlen sollten.
Zuletzt haben die Anteilscheine auch wieder nach oben gedreht; seit dem März-Tief um immerhin fast 30 Prozent. Auslöser war unter anderem der Ende April veröffentlichte Quartalsbericht. Kerry meldet hier zwar keine vollumfänglichen Ergebnisse, ließ die Anteileigner jedoch wissen, dass das Absatzvolumen um drei Prozent gestiegen ist und die Gewinnmarge verbessert werden konnte – ausführliche Halbjahreszahlen gibt Kerry Ende Juli bekannt.
Für das Gesamtjahr rechnen Marktbeobachter aktuell mit einem Gewinnzuwachs von neun Prozent auf 715 Millionen Euro – 2027 soll ein zweitstelliges Plus und damit auch ein neues Rekordergebnis folgen. Die Aktie notiert trotzdem noch gut 35 Prozent unter Allzeithoch und lockt damit zum Einstieg.
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