ASML schraubt Prognose weiter rauf

Auch Dividende klettert erneut.
Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr passt ASML seine Geschäftsprognosen an – und zwar nach oben. Dabei waren die Erwartungen bereits bisher sehr hoch. Doch der niederländische Chipanlagenbauer ist dank starker Ergebnisse und bester Auftragslage nun noch optimistischer für den Rest des Jahres.
Im April hatte das Management die Schätzung für den maximalen Umsatz 2026 auf 40 Milliarden Euro nach oben gesetzt. Jetzt könnten es sogar 45 Milliarden werden. Der Boom bei künstlicher Intelligenz veranlasst die Kunden von ASML, immer mehr und auch immer schneller in die neue Technologie zu investieren. Unser Wachstumskonzern ist der einzige Hersteller von hochentwickelten Lithografiemaschinen, die für die Produktion der fortschrittlichsten Chips unerlässlich sind. Wegen der hohen Nachfrage prüft ASML nun, auch die eigene Fertigungskapazität um 30 Prozent auszubauen.
Im zweiten Quartal hat ASML den Umsatz um 21 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro gesteigert, der Gewinn wuchs um 27 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Wichtigste Märkte für die Niederländer waren dabei Südkorea und Taiwan, während die Abhängigkeit von China weiter gesunken ist. Nach 19 Prozent im ersten Quartal stand das Reich der Mitte jetzt nur noch für 14 Prozent der Einnahmen.
Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung wird zudem die Dividende erneut angehoben: Die Zwischenzahlung am 5. August steigt von 1,60 auf 1,88 Euro je Aktie. Für die Anleger dürfte hier aber vor allem die Kursentwicklung von Bedeutung sein. Da die Aktie in den letzten Monaten massiv zugelegt hat, sind gewisse „Atempausen“ nicht auszuschließen. Angesichts der starken fundamentalen Verbesserungen spricht auf lange Sicht aber nichts gegen weiter steigende Kurse.
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