Johnson & Johnson präsentiert sich kerngesund

Gesundheitsmulti erhöht Jahresprognose – Trennung vom Orthopädiebereich läuft.
Starke 60 Prozent hat die Johnson&Johnson-Aktie in den letzten zwölf Monaten zugelegt und damit all jene Lügen gestraft, die unseren Wachstumswert nach der zähen Seitwärtsphase der letzten Jahre schon abgeschrieben hatten. Und der Gesundheitsriese aus New Brunswick untermauert die Rückkehr auf den Erfolgspfad mit positiven Zahlen: Im zweiten Quartal kletterte der Umsatz um sieben und der bereinigte Gewinn um fünf Prozent – damit wurden in beiden Disziplinen die Erwartungen der Analysten übertroffen. Außerdem hat das Management die Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Nun rechnet man mit 400 Millionen Dollar mehr Umsatz als bisher prognostiziert und einer höheren Gewinnmarge.
Vor allem das Geschäft mit innovativen Medikamenten, das rund zwei Drittel der Einnahmen beschert, treibt das Wachstum. Und das obwohl sich die Verkäufe beim Blockbuster Stelara (gegen Schuppenflechte und Entzündungen) wegen Patentabläufen mehr als halbiert haben. Johnson & Johnson fängt das mit jungen und wachstumsträchtigen Präparaten mehr als auf. Auch im Bereich Medizintechnik, der für das verbleibende Drittel des Umsatzes steht, wächst Johnson & Johnson. Hier verkauft das Unternehmen etwa Geräte für minimalinvasive Eingriffe, OP-Roboter, aber auch Kontaktlinsen. Das Orthopädiegeschäft rund um die Marke DePuy will man jedoch loswerden. Hier läuft die Abtrennung nach Plan und soll Mitte 2027 abgeschlossen werden – in welcher Form genau, ist aber noch offen.
Alles in allem bleibt Johnson & Johnson ein erstklassiges Langfristinvestment im Gesundheitssektor.
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