KI-Boom treibt Cisco

Rekordjahr abgeschlossen – Vorstandschef sieht „Netzwerk-Superzyklus“.
18 Prozent mehr Umsatz, 37 Prozent mehr Gewinn: Der Netzwerkausrüster aus dem kalifornischen San Jose hat mit einem starken Schlussquartal ein ebenso starkes Geschäftsjahr abgeschlossen (endete im Juli). Mit 63 Milliarden Dollar Umsatz und über 13 Milliarden Dollar Gewinn war es das beste Ergebnis in der Unternehmensgeschichte.
Und der nächste Rekord soll direkt folgen: Vorstandschef Charles Robbins erwartet für das neue Jahr mindestens 72 Milliarden Dollar Umsatz und ein 17-prozentiges Plus beim bereinigten Gewinn. Auch diese Prognose fiel – genau wie die Quartalszahlen – im Grunde deutlich besser aus, als die Analysten erwartet hatten; manchen war sie aber wohl trotzdem zu konservativ, weshalb die Aktie acht Prozent nachgab.
Von solchem Kurzfrist-Geplänkel sollten sich Wachstumsstrategen jedoch nicht beirren lassen. Fakt ist, dass sich Cisco in Topform befindet und noch auf Jahre hinaus vom Ausbau der KI-Infrastruktur profitieren dürfte. Vorstandschef Robbins spricht in diesem Zusammenhang von einem „Netzwerk-Superzyklus“. Gleichzeitig läuft aber auch das Kerngeschäft weiter gut, es wuchs zuletzt um zehn Prozent. Potenzial verspricht zudem das Thema Internetsicherheit, das gerade im Zuge wachsender Bedrohungen durch KI an Relevanz gewinnt.
Alles in allem sehen wir in Cisco ein Top-Langfristinvestment. Nachdem die Aktie allein dieses Jahr bereits rund 50 Prozent zugelegt hat, kann sie natürlich auch mal eine Pause einlegen oder korrigieren. Die Perspektiven für die kommenden Jahre bleiben jedoch stark.
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