UGI setzt voll auf Gas

Stromgeschäft wird verkauft – Versorger profitiert trotzdem vom Rechencenter-Boom.
Schon über die letzten Jahre hinweg hat sich UGI aus dem Bereich Stromerzeugung schrittweise zurückgezogen, um sich noch mehr auf das Geschäft mit Erdgas und Flüssiggas zu konzentrieren. Nun steht der Konzern hier vor dem finalen Schritt: Der Bereich Stromnetze soll für 470 Millionen Dollar an eine Investmentgesellschaft veräußert werden. Damit stärkt das Unternehmen seine Bilanz und kann das vielversprechende Geschäft mit Gasinfrastruktur weiter ausbauen. Hier stehen die Zeichen nicht zuletzt dank des KI-Booms auf Wachstum. Schließlich werden viele der zahllosen neuen Rechenzentren mit Strom aus Gasturbinen versorgt.
UGI hat zuletzt einen großen Deal mit Prime Data Centers abgeschlossen, einem in Texas ansässigen Entwickler und Betreiber von Rechenzentren für Cloud-Anbieter und KI-Firmen. Das Unternehmen wird laut UGI in drei bis fünf Jahren etwa 29 Millionen Kilowattstunden Erdgas pro Tag (!) von unserem Wachstumskonzern benötigen – mit dieser Menge könnten über 35.000 Haushalte ein ganzes Jahr lang mit Strom versorgt werden. Mit weiteren mehr als 75 Großkunden wurden bereits Absichtserklärungen unterzeichnet.
UGI-Aktionäre haben in den letzten Jahren ein ruppiges Auf und Ab ihrer Anteilscheine erlebt – was nicht zuletzt einigen Umbauarbeiten im Konzern zuzuschreiben war. Inzwischen ist der Gasversorger aber gut für die kommenden Jahre aufgestellt und dürfte von der Fokussierung auf das wachstumsträchtige Gasgeschäft profitieren. Wir gehen deshalb stark davon aus, dass die Aktie wieder Gas gibt. Noch bekommt man sie gut ein Viertel unter Allzeithoch und mit einer Start-Dividendenrendite von über vier Prozent.
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