Wird UGI übernommen?

Finanzinvestor bietet offenbar neun Milliarden Dollar für den Gasversorger.
Manch UGI-Aktionär blickte gestern staunend ins Depot. Die sonst nicht unbedingt für große Tagesbewegungen bekannten Anteilscheine waren um fast zehn Prozent in die Höhe geschossen. Hintergrund ist eine mögliche Übernahmeofferte. Laut dem Wall Street Journal soll der US-Finanzinvestor KKR ein Kaufangebot über rund neun Milliarden Dollar für den Gasversorger vorbereiten; 42,50 Dollar je Aktie werden als möglicher Übernahmepreis genannt. Allerdings könne der Deal auch noch scheitern, entsprechend kletterte die Aktie gestern auch nur auf rund 38 Dollar.
Wir können das Interesse an UGI gut nachvollziehen. Nicht zuletzt die steigende Energienachfrage durch Datenzentren (deren Stromhunger häufig mit Gaskraftwerken gestillt wird) verspricht in den kommenden Jahren Wachstum bei Umsatz, Gewinn und Dividende. Vor diesem Hintergrund wäre es fast schon schade, wenn die Aktionäre nun mit 42,50 Dollar je Aktie abgespeist würden. Natürlich hat niemand etwas gegen einen schnellen Kursanstieg, aber wir trauen der UGI-Aktie langfristig weitaus höhere Notierungen zu.
Aktionäre sollten deshalb nichts überstürzen und abwarten, ob die Übernahme wirklich kommt. Sollte sie sich tatsächlich abzeichnen, kann man die Aktie immer noch zeitnah über die Börse verkaufen.

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