BHP gräbt 65 Prozent mehr Dividende aus

Höhere Produktion und steigende Preise bescheren dem Rohstoffriesen ein starkes Jahr.
Brandon Craig darf sich über einen Auftakt nach Maß freuen. Der erst seit Juli amtierende BHP-Chef hat diese Woche die Zahlen für das Ende Juni abgelaufene Geschäftsjahr präsentiert – und die Ergebnisse fielen ganz nach dem Geschmack der Börsianer aus. Unter dem Strich verbuchte der weltgrößte Bergbaukonzern einen Gewinnanstieg um neun Prozent auf fast zehn Milliarden US-Dollar; klammert man Einmalbelastungen aus, ist der Gewinn sogar um 30 Prozent gestiegen.
Die tragenden Säulen des Rohstoffriesen sind Kupfer und Eisenerz. Kupfer hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals den Löwenanteil des Gewinns beschert (54 Prozent). Das Metall, das Strom und Wärme hervorragend leitet, wurde im Berichtszeitraum um 35 Prozent teurer; nicht zuletzt, weil es für den Bau von Rechenzentren, bei erneuerbaren Energien und der generellen Elektrifizierung der Welt unverzichtbar ist. Der Preis für Eisenerz ist zwar nur leicht gestiegen, hat aber ebenfalls zur positiven Entwicklung beigetragen.
Vorstandschef Craig will die lukrative Kupferförderung nun weiter deutlich ausbauen. Und zwar um drei bis vier Prozent pro Jahr bis 2035, was fast doppelt so schnell wäre, wie von den Analysten erwartet. Minen in Chile, Argentinien und Australien sollen erweitert werden – das sei aktuell deutlich günstiger als Konkurrenten aufzukaufen, so Craig.
Die BHP-Aktie hat nach ein paar durchwachsenen Jahren inzwischen wieder einen guten Lauf. In den vergangenen zwölf Monaten ging es um über 50 Prozent nach oben. Freuen dürfen sich die Aktionäre zudem auf einen erneut satten Dividendenaufschlag: Nachdem die Zwischendividende im März um 45 Prozent angehoben worden ist, springt die im September anstehende Schlussdividende nun sogar um 65 Prozent in die Höhe. Auch in Zukunft sollte es sich für Anleger auszahlen, die mitunter hohen Schwankungen der BHP-Aktie auszuhalten!

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