Läutet Nestlé jetzt das Comeback ein?

Neue Strategie kommt gut an.
Dass der Nahrungsmittelgigant Nestlé 2025 in Bezug auf Umsatz und Gewinn keine Bäume ausreißen würde, war bereits seit einiger Zeit absehbar und mit ein Grund für die verhaltene Aktienkursentwicklung. Höhere Ausgaben für Marketing und Werbung sowie der starke Schweizer Franken haben auf das Jahresergebnis gedrückt.
Noch viel interessanter als die Zahlen vom letzten Jahr ist aber der von Vorstandschef Philipp Navratil vorgestellte Umbau der Nestlé-Gruppe. Um das Geschäft zu vereinfachen und Synergieeffekte zu nutzen, fokussiert sich der Lebensmittelhersteller künftig auf die vier Kernbereiche Lebensmittel/Snacks, Ernährung/Gesundheit, Kaffee und Tierfutter. Bereits im Oktober nach seinem Amtsantritt hatte Navratil ein Kostensenkungsprogramm zur Erhöhung der Effizienz auf den Weg gebracht, wodurch der Konzern bis Ende 2027 jährlich rund eine Milliarde Franken einsparen möchte. Experten gehen davon aus, dass Umsatz und Gewinn wieder steigen werden.
Es könnte also gut sein, dass die Nestlé-Aktie inzwischen ihren Boden gefunden hat. Seit dem Januar-Tief hat das Papier um gut zehn Prozent zugelegt. Ob das der Beginn des lange ersehnten Comebacks ist, kann niemand mit Gewissheit vorhersagen. Die Chancen stehen unserer Meinung nach aber gut und langfristig haben wir ohnehin wenig Zweifel, dass Nestlé nicht wieder zu alter Stärke zurückfinden wird. Noch gibt es die Aktie fast 40 Prozent unter Allzeithoch – außerdem locken fast vier Prozent Dividendenrendite. Bei der nächsten Zahlung im April fließen 3,10 Franken je Aktie und damit so viel wie noch nie.
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