UGI ist fit für die Zukunft

Aktie des US-Gasversorger zeigt sich vom Nahost-Krieg unbeeindruckt.
Während die Gaspreise in Europa und Asien zuletzt in die Höhe geschossen sind, reagierten die US-Notierungen für den unsichtbaren Energieträger kaum auf den Iran-Krieg. Das dürfte vor allem daran liegen, dass die USA in Sachen Gas Selbstversorger und nicht auf Flüssiggastanker aus Nahost angewiesen sind. Dementsprechend hat auch die UGI-Aktie nur wenig auf die Krise reagiert. Der Gas- und Stromversorger aus Pennsylvania kann auf zuverlässige Einnahmen in regulierten Märkten vertrauen. Gleichzeitig dürfte der Datencenter-Boom die Nachfrage nach Gas beziehungsweise Strom weiter anfeuern. Sein Europageschäft hat das Unternehmen in letzter Zeit hingegen zurückgefahren und in sieben Ländern Randaktivitäten abgestoßen. UGI ist hier vor allem im Vertrieb von Autogas (LGP) aktiv. Durch die Portfoliobereinigung flossen gut 200 Millionen Dollar in die Konzernkasse, die wiederum großteils in das Kerngeschäft in der Heimat reinvestiert werden.
UGI ist in unseren Augen für die Zukunft gut gerüstet und dürfte Umsatz und Gewinn langfristig weiter in die Höhe schrauben. Auch die 2024 ausgesetzten Dividendensteigerungen sollten früher oder später wieder aufgenommen werden. UGI hatte sich vor zwei Jahren entschlossen, die Ausschüttung im Zuge des Konzernumbaus vorerst nur stabil zu halten, auch um die Verschuldung zu reduzieren. Mit einer aktuellen Rendite von vier Prozent ist die Aktie aber auch so schon äußerst interessant für Dividendenfans.
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