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SAP macht sich fit fürs KI-Zeitalter         

21.03.2026
Langfristiger Kursverlauf von SAP, von links unten nach rechts oben.


Neues Gebührenmodell und neues Beraterteam – Aktie gut 40 Prozent unter Hoch.

Die Sorgen, dass künstliche Intelligenz die Geschäftsmodelle etablierter Softwareunternehmen in ihren Grundfesten erschüttern könnte, haben bei der SAP-Aktie deutliche Bremsspuren hinterlassen: Allein seit Jahresanfang hat sie um fast ein Viertel nachgegeben – damit notieren die Anteilscheine inzwischen mehr als 40 Prozent unter ihrem letztjährigen Allzeithoch.
In unseren Augen blicken die Börsianer aber zu pessimistisch auf Europas größten Softwarekonzern. Schließlich ist es eher unwahrscheinlich, dass die Kunden der Walldorfer – dazu gehören die größten Unternehmen der Welt – plötzlich durch die Bank bewährte Softwarelösungen mit irgendwelchen KI-Tools ersetzen. Zumal es hier in der Regel um Anwendungen geht, die geschäftskritische Prozesse auf der ganzen Welt steuern und über Jahre aufgebaut und angepasst wurden.
Kurzes Gedankenexperiment: Stellen Sie sich doch einmal vor, Sie sind für die IT eines Unternehmens mit ein paar Tausend Mitarbeitern verantwortlich und Ihr Chef sagt zu Ihnen: „Wir müssen mehr KI einsetzen, um effizienter zu werden!“ Was machen Sie? Lassen Sie Ihr Team selbst KI-Werkzeuge basteln? Gehen Sie zu irgendeinem KI- Start-up, das große Töne spuckt, aber bislang wenig Erfahrung vorweisen kann? Nun: Wenn Sie an Ihrem Job hängen, werden Sie höchstwahrscheinlich bei dem Anbieter anklopfen, mit dem Sie schon lange zusammenarbeiten und über den Ihre Systeme seit Jahren zuverlässig laufen – also zum Beispiel bei SAP.
Und genau darauf bereitet sich der Konzern aktuell vor: Das Unternehmen schafft dazu eine neue Einheit mit Hunderten Beratern und Entwicklern mit branchenspezifischem Know-how, um die Kunden beim Einsatz von KI zu unterstützen. Sie sollen dabei helfen, maßgeschneiderte Lösungen auf Basis von SAP-Programmen zu entwickeln. Außerdem wird das Gebührenmodell überarbeitet: Wurde früher nach Zahl der Nutzer abgerechnet, soll hier künftig der Umfang des KI-Einsatzes zählen. Logisch: Wenn Unternehmen KI-Agenten einsetzen, um Aufgaben zu erledigen, brauchen sie schließlich weniger Mitarbeiter.
Alles in allem sind wir zuversichtlich, dass SAP auf dem richtigen Weg ist, um von KI langfristig zu profitieren. Die Aktie bleibt mehr denn je ein Kaufkandidat – zu dem gedrückten Kurs erst recht!

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