Verkehrte Welt bei Bechtle: Kursrutsch trotz Gewinnwende

Einstiegschance für Geduldige.
Nach elf Jahren Gewinnsteigerungen in Folge verzeichnete Bechtle nun zum zweiten Mal hintereinander ein Gewinnrückgang. Der Grund ist bekannt, es liegt vor allem an der nach wie vor zurückhaltenden Investitionsbereitschaft der Unternehmen. Bei leicht verbessertem Umsatz ging es mit dem Jahresüberschuss um knapp sieben Prozent zurück. Keine Frage: Gute Nachrichten sehen anders aus. Aber rechtfertigt das einen Kursrutsch der Aktie von 40 Prozent seit Jahresanfang? Wir meinen nicht, vor allem nicht mit dem Wissen, dass dem Neckarsulmer IT-Dienstleister bereits im vierten Geschäftsquartal offenbar die erhoffte Trendwende gelungen ist und der Gewinn um 20 Prozent zugelegt hat. Außerdem soll es trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen laut Vorstandschef Thomas Olemotz weiter aufwärtsgehen: Der Bechtle-Chef sieht bei Umsatz und Gewinn für dieses Jahr Zuwächse von jeweils bis zu fünf Prozent … was allerdings weniger ist, als von vielen Analysten erwartet wurde. Damit drückte seine eigentlich positive Jahresprognose den Aktienkurs die letzten Tage erneut nach unten.
Unsere Meinung: Angesichts der aktuell immer noch schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist ein etwas vorsichtigerer Ausblick des Managements absolut nachvollziehbar. Aber selbst darauf reagieren die Spekulanten übernervös und werfen ihre Bechtle-Aktien zu Tiefstkursen auf den Markt. Wir halten es da mit der amerikanischen Börsenlegende Warren Buffett, der solche Situationen gut zum Ausdruck brachte: „Der Markt ist ein Mechanismus, der Geld von den Ungeduldigen zu den Geduldigen transferiert.“ Wir sind geduldig und sehen daher dank den Ungeduldigen eine gute Einstiegschance bei Bechtle!
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